6. September 2018 / Allgemeines

Gespensterheuschrecken, Ameisenlöwen und Bienen: Projektwoche im Heimathaus

aus dem BLOG der Stadt

Gespensterheuschrecken, Ameisenlöwen und Bienen: Projektwoche im Heimathaus
Veröffentlicht am 6. September 2018 um 05:05 Uhr

Gespensterheuschrecken, Ameisenlöwen und Bienen: Projektwoche im Heimathaus
 
Die Flora und Fauna der Senne, Schmetterlinge der Heimat und die Bedeutung der Hornissen für das Ökosystem sind Inhalt der Projektwoche im Heimathaus II. Mit einer Grundschule werden sogar - unter fachmännischer Mitwirkung der Biologischen Station - Insektenhotels gebaut. Heribert Faupel und Günter Potthoff vom Heimat- und Verkehrsverein SHS haben in diesem Jahr erstmals in der Vereinsgeschichte eine Projektwoche ins Leben gerufen. Hochaktuelles Thema: Insekten und Bienen.
Den beiden geht es nahe, dass immer weniger Insekten durch den Garten fliegen. Und die Berichte aus dem Frühjahr, dass der Insektenbestand in den letzten 30 Jahren um 80 % (!) gesunken ist, haben sie erneut aufgerüttelt. So lag es für die beiden Rentner nahe, aktiv zu werden und anderen, gerade auch Kindern, die Brisanz des Themas nahe zu bringen. Und was jeder einzelne tun kann, um die Situation für Insekten zu verbessern.

 

 
„Unordnung im Garten dulden“, gibt Günter Potthoff ein Beispiel, wie man Insektenschutz aktiv betreiben kann. Und natürlich heimische Pflanzen pflanzen. Weniger Massentierhaltung unterstützen, um damit den Gifteisatz zu reduzieren. „Wenn eine Biene die Orientierung verliert, fängt sie an zu taumeln und findet nicht mehr zurück in den Bienenstock. Dann war es meist Gift, was von Feldern auf die Blühpflanzen weht“, lernen wir. Also: weniger wegschmeißen, überlegter konsumieren, bunter pflanzen, kein Gift verwenden. Kinderleicht, oder?
„Die Natur kann gut ohne den Menschen leben, aber wir Menschen nicht ohne die Natur!“, sagt Heribert Faupel. Herr Potthoff ist sowieso schon lange Zeit Imker und Mitglied im Entomologischen Verein. Entomologie ist die Insektenkunde, lernen wir bei der Gelegenheit.

 

 
Es summt und brummt im Heimathaus. Heribert Faupel und Günter Potthoff zeigen uns die Bienen, die dort ein- und ausfliegen. Bienen im Haus? Keine Sorge, diese Bienen fliegen durch einen Tunnel in einen Schaukasten, wo sie die Blütenpollen in Waben aus Honig verteilen. Dicht drängen sich hier die fleißigen Insekten. Man kann ihnen ganz nah kommen und sie in Ruhe beobachten, ohne Angst vor einem Bienenstich zu haben.

 
Im Heimathaus gibt es schon lange eine Insekten-Ausstellung. Schautafeln, Bienenkörbe und die Pressen, mit denen die Bienenkörbe früher hergestellt wurden, sind zu sehen. „Die Imker kamen früher sogar extra mit dem Zug in die Senne“, erzählt uns Herr Potthoff. Neben Bienenständen aus Holz, wie man sie seit dem 20. Jahrhundert nutzt, gibt es hier im Heimathaus eine einzigartige Rarität: Ein Wespennest an einem ausgedienten Imker-Schutzanzug. Ganz schön frech, diese Wespen.

 

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