Etwas mehr als vier Jahre nach der aufsehenerregenden Geburt der Pandabären-Brüder Pit und Paule verlassen die Tiere kommende Woche den Berliner Zoo. Dieses Wochenende ist das letzte, an dem Besucherinnen und Besucher den Brüdern einen Besuch abstatten können, sagte Zoo-Sprecherin Philine Hachmeister der Deutschen Presse-Agentur. «Kaum hat es sich herumgesprochen, dass der 2. Advent das letzte Wochenende von Pit und Paule in Berlin ist, nimmt der Andrang am Panda Garden sichtlich zu.» Am Donnerstag hätten bereits viele Familien mit kleinen Kindern die Chance genutzt, sich persönlich von den Bärenbrüdern zu verabschieden. «Auch einige internationale Panda-Fans sind extra für die beiden angereist», sagte Hachmeister. Am Wochenende rechne der Zoo trotz der nierigen Temperaturen mit einem größeren Andrang als gewöhnlich. Am besten zu beobachten seien die Tiere am Morgen, dann seien die Scheiben noch nicht so beschlagen. Für Panda-Fans sind am Freitag zwischen 10 und 15 Uhr spezielle Aktionen geplant. Ein Panda-Maskottchen soll Souvenirs an die Gäste verteilen, außerdem gibt es Panda-Muffins und vegane Bambuspfanne. Für den Abflug ins chinesische Chengdu - das genaue Datum wird nicht öffentlich bekanntgegeben - befinden sich Pit und Paule bereits seit einiger Zeit in Quarantäne und sind nur im Innengehege zu sehen. Schon bald würden die Brüder eigene Wege gehen, sagte Hachmeister - große Pandas seien strikte Einzelgänger. Pit und Paule wurden am 31. August 2019 im Berliner Zoo geboren und sind nach Zoo-Angaben die ersten und bislang einzigen Großen Pandas, die in Deutschland zur Welt kamen. Neben diesen Spitznamen tragen sie die chinesischen Namen Meng Xiang («Ersehnter Traum») und Meng Yuan («Erfüllter Traum»). Die erfolgreiche Paarung zwischen den Eltern Meng Meng und Jiao Qing war damals eine kleine Sensation - schließlich gelten Pandas als Sex-Muffel. Der Wegzug von Pit und Paule war schon länger vorgesehen, verzögerte sich aber durch die Pandemie. Die Bären sind wie auch ihre Eltern Eigentum Chinas. Der Zoo hofft darauf, dass Meng Meng und Jiao Qing nach dem Auszug der zwei Söhne nicht lange alleine bleiben. Nachwuchs ist wieder geplant, teilte die Einrichtung kürzlich mit. Die Panda-Mutter könne «rein theoretisch» im Frühjahr 2024 wieder Empfängnisbereitschaft signalisieren. Wenn alles optimal laufe, könnte es im Berliner Zoo demnach im Sommer erneut Panda-Nachwuchs geben.
Bildnachweis: © Paul Zinken/dpa
Copyright 2023, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten
Abschied: Panda-Brüder verlassen bald Berliner Zoo
Die Pandabären-Zwillinge Pit und Paule gehören zu den Lieblingen im Berliner Zoo. Doch nun heißt es Abschied nehmen: Kommende Woche ziehen die Brüder nach China um. Zeit, um den Tieren einen letzten Besuch abzustatten.
Meistgelesene Artikel
- 12. Oktober 2026
Pollhans 2026: Öffnungszeiten und Programm vom 17. bis 19. Oktober
Kirmes, Bauernmarkt, Wirtschaftsschau und Feuerwerk: Das Programm für drei Pollhanstage in Schloß Holte-Stukenbrock im Überblick.
- 6. Oktober 2026
Pubertät oder Depression?
Gütersloh. Im Rahmen der Wochen zur seelischen Gesundheit gibt Autorin und systemische Familientherapeutin Melanie...
- 30. September 2026
Die «Hells Angels» und die Spur des schmutzigen Geldes
Polizisten und Steuerfahnder gehen mit einer Großaktion gegen Rocker der «Hells Angels» und ein Geldwäsche-System vor. Die Ermittler wollen 48,6 Millionen Euro Vermögen beschlagnahmen.
Neueste Artikel
- 15. Oktober 2026
Angeblich Wolf im Hamburger Westen gesichtet
Im Hamburger Klövensteen melden Bürger erneut einen Wolf – noch ist aber nicht bestätigt, ob es tatsächlich einer ist. Die Umweltbehörde prüft. Worauf Spaziergänger jetzt achten sollen.
Alex besucht Wiaam’s Kitchen in Rheda: Einblicke in die Zubereitung und ein Tasting mit Burger, Pommes und Parmesan-Kartoffeln.
Weitere Artikel derselben Kategorie
- 15. Oktober 2026
Angeblich Wolf im Hamburger Westen gesichtet
Im Hamburger Klövensteen melden Bürger erneut einen Wolf – noch ist aber nicht bestätigt, ob es tatsächlich einer ist. Die Umweltbehörde prüft. Worauf Spaziergänger jetzt achten sollen.
- 15. Oktober 2026
Neue Therapie gegen tödliche Krebsform – Was bringt sie?
Ein neues Medikament verlängert laut einer Studie das Leben von Menschen mit fortgeschrittenem Bauchspeicheldrüsenkrebs, verspricht aber keine Heilung. Nun ist die Zulassung in Europa ein Stück näher.

