7. Dezember 2021 / Aus aller Welt

Achteinhalb Jahre Haft im Prozess um Kastrationen

Der Angeklagte in diesem Prozess am Landgericht München soll mehrere Männer auf deren eigenen Wunsch hin kastriert haben. Jetzt wurde er verurteilt.

Der Angeklagte soll mehrere Männer auf deren eigenen Wunsch hin kastriert haben. Jetzt wurde er verurteilt.
Veröffentlicht am 7. Dezember 2021 um 13:49 Uhr

Ein 67 Jahre alter Mann, der zugegeben hat, mehreren Männern auf deren Wunsch die Hoden entfernt zu haben, muss acht Jahre und sechs Monate ins Gefängnis.

Das Landgericht München II verurteilte den Angeklagten am Dienstag wegen schwerer, gefährlicher und einfacher Körperverletzung. Ursprünglich war er auch wegen Mordes durch Unterlassen angeklagt gewesen, weil ein Mann nach der Behandlung gestorben war.

Der angeklagte Elektriker hatte eingeräumt, in Sadisten-Foren im Internet «Kastrationen» angeboten zu haben. Mehrere Männer zahlten ihm demnach Geld dafür, dass er sie beispielsweise folterte und die Hoden entfernte. Die Staatsanwaltschaft hatte wegen schwerer und gefährlicher Körperverletzung elf Jahre Haft, die Verteidigung nicht mehr als sieben Jahre gefordert.


Bildnachweis: © Sven Hoppe/dpa
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