10. Januar 2025 / Aus aller Welt

Alec Baldwin klagt gegen Justizbeamte in New Mexico

Eine Kamerafrau kommt beim Dreh des Westerns «Rust» durch einen Schuss ums Leben. Das Verfahren gegen den Schauspieler Alec Baldwin wurde im vergangenen Jahr eingestellt. Aber jetzt klagt Baldwin.

Das Verfahren gegen den Schauspieler Alec Baldwin wurde vergangenes Jahr eingestellt. (Foto Archiv)
Veröffentlicht am 10. Januar 2025 um 14:21 Uhr

Filmstar Alec Baldwin hat Medienberichten zufolge wegen böswilliger Strafverfolgung und Rufschädigung Klage gegen Justizbeamte im US-Bundesstaat New Mexico eingereicht. Baldwin werfe der Staatsanwaltschaft vor, von dem Wunsch, um jeden Preis eine Verurteilung des Schauspielers zu erreichen, geblendet gewesen zu sein, berichten die «Los Angeles Times» und CNN am Freitag unter Berufung auf die Klageschrift.

Demnach wirft Baldwin den Justizbeamten vor, ständig versucht zu haben, den Darsteller für das Handeln und die Versäumnisse anderer zum Sündenbock zu machen, heißt es weiter. 

Bei Dreharbeiten zu dem Film «Rust» im Oktober 2021 wurde die 42-jährige Kamerafrau Halyna Hutchins im US-Bundesstaat New Mexico tödlich verletzt, als sich ein Schuss aus einer Requisitenwaffe löste, die von Baldwin bedient wurde. Der Regisseur Joel Souza wurde bei dem Vorfall von dem Projektil an der Schulter getroffen und verletzt. Untersuchungen ergaben später, dass in dem Colt eine echte Kugel gesteckt hatte.

Der Schauspieler war nach dem tödlichen Schuss wegen fahrlässiger Tötung angeklagt worden. Im Juli 2024 stellte die Richterin den bereits angelaufenen Prozess ein. Die Verteidiger hatten der Staatsanwaltschaft die Vorenthaltung von Beweismitteln und damit grobes Fehlverhalten vorgeworfen. 

Die Waffenmeisterin Hannah Gutierrez-Reed, die am Set für Waffensicherheit zuständig war, wurde wegen fahrlässiger Tötung zu 18 Monaten Haft verurteilt. Die Frage, wie die scharfe Munition ans Set gelangte, ist bis heute nicht geklärt. Gutierrez-Reed und Baldwin hatten die Schuld an dem Vorfall wiederholt von sich gewiesen.


Bildnachweis: © Ramsay de Give/Pool AFP/AP/dpa
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