Die Wahrscheinlichkeit für einen Aufprall des Asteroiden ist noch immer extrem gering: Doch nach neuen Berechnungen wurde das Risiko, dass «2024 YR4» im Dezember 2032 die Erde trifft, seit Ende Januar von etwa 1,2 auf nun 3,1 Prozent hochgestuft. Das teilte das Jet Propulsion Laboratory der US-Raumfahrtbehörde Nasa auf seiner Website mit. Gleichwohl bleibt die Risikoeinstufung auf der sogenannten Turiner Skala bei 3: Ein möglicher Einschlag könne nicht ausgeschlossen werden, daher solle das Objekt beobachtet werden. Der Asteroid hat nach Einschätzung des Internationalen Asteroiden-Warnnetzwerks (IAWN) einen Durchmesser von 40 bis 90 Metern. Er wurde Ende Dezember 2024 von einem Teleskop in Chile entdeckt. Liegt die Wahrscheinlichkeit eines Einschlags bei mindestens einem Prozent, schaltet sich das IAWN ein und sammelt Daten. Sollte «2024 YR4» tatsächlich die Erde treffen, könnte er nach Einschätzung der europäischen Raumfahrtbehörde Esa in der Atmosphäre explodieren und mit einer Druckwelle und Hitze Schäden anrichten. Er könnte auch einen Krater mit einem Durchmesser von mehr als einem Kilometer verursachen. Ein Asteroid dieser Größe schlägt der Esa zufolge im Mittel alle paar Tausend Jahre auf der Erde ein. In den nächsten Monaten dürfte sich der Asteroid nach Esa-Angaben auf seiner langgestreckten Umlaufbahn um die Sonne zunächst von der Erde entfernen und aus dem Blickfeld verschwinden. Zu beobachten sei er dann wieder im Jahr 2028. Der Erde am nächsten kommt der Asteroid demnach am 22. Dezember 2032.Einschlag hätte regional schwere Schäden zur Folge
Bildnachweis: © -/ESA/P.Carril/dpa
Copyright 2025, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten
Asteroid: Einschlagrisiko höher als gedacht
Das Risiko eines Einschlags des Asteroiden YR4 auf der Erde ist etwas höher als bisher vermutet. Aber sehr viel wahrscheinlicher ist ein anderes Szenario.
Meistgelesene Artikel
- 8. September 2026
JP Kraemer: Unternehmen öffnen wieder
Trotz der Ermittlungen gegen Jean Pierre Kraemer öffnen seine Unternehmen wieder. Die Entscheidung fiel nach intensiven Gesprächen zwischen Mitarbeitern, Management und Kraemer.
- 23. September 2026
Stein und Staub: Großer Felssturz an der Zugspitze
Eine riesige Staubwolke, bröckelnde Felsen und trotzdem keine Gefahr für Wege oder Gebäude – was steckt hinter dem ungewöhnlichen Felssturz an der Zugspitze?
- 30. September 2026
Die «Hells Angels» und die Spur des schmutzigen Geldes
Polizisten und Steuerfahnder gehen mit einer Großaktion gegen Rocker der «Hells Angels» und ein Geldwäsche-System vor. Die Ermittler wollen 48,6 Millionen Euro Vermögen beschlagnahmen.
Neueste Artikel
- 6. Oktober 2026
Schulmassaker in Kanada: Angreiferin hatte wohl Unterstützer
Im Februar erschießt eine 18-Jährige acht Menschen in Kanada, sechs von ihnen in einer Schule. Nun enthüllen Ermittler: dem Attentat ging ein langer Austausch voraus.
- 6. Oktober 2026
Erste reguläre Behandlung mit Genschere in Deutschland
Für die Entwicklung der Crispr-Methode gab es 2020 den Nobelpreis. Nun hat ein Patient bundesweit erstmals nach der Zulassung der Genscheren-Therapie ein entsprechendes Mittel erhalten.
Weitere Artikel derselben Kategorie
- 6. Oktober 2026
Schulmassaker in Kanada: Angreiferin hatte wohl Unterstützer
Im Februar erschießt eine 18-Jährige acht Menschen in Kanada, sechs von ihnen in einer Schule. Nun enthüllen Ermittler: dem Attentat ging ein langer Austausch voraus.
- 6. Oktober 2026
Erste reguläre Behandlung mit Genschere in Deutschland
Für die Entwicklung der Crispr-Methode gab es 2020 den Nobelpreis. Nun hat ein Patient bundesweit erstmals nach der Zulassung der Genscheren-Therapie ein entsprechendes Mittel erhalten.

