17. Januar 2026 / Aus aller Welt

Auch ein Top-Räuber fängt klein an: T. rex war Spätzünder

Bei jedem Schritt eines T. rex bebte der Boden – zumindest, wenn er ausgewachsen war. Bis dahin dauerte es aber wohl erstaunlich lange. Auch das wiederum hatte seine Vorteile.

Ungefähr 15 bis 20 Jahre dauert es, bis ein Mensch ausgewachsen ist - beim gigantischen Tyrannosaurus rex waren es wohl zwei Jahrzehnte mehr.
Veröffentlicht am 17. Januar 2026 um 06:00 Uhr

Ungefähr 15 bis 20 Jahre dauert es, bis ein Mensch ausgewachsen ist – beim gigantischen Tyrannosaurus rex waren es wohl zwei Jahrzehnte mehr. Erst mit etwa 40 sei der Jäger ausgewachsen gewesen, schließt ein Team aus der Analyse versteinerter Beinknochen von 17 Tieren verschiedenen Alters. Einen Großteil seines Lebens habe er wohl damit verbracht, mit kleineren Raubtieren um Nahrung zu konkurrieren.

Zu den Spätzündern zu gehören, habe für die Art aber womöglich auch Vorteile gehabt, erläutert das Team um Holly Woodward Ballard von der Oklahoma State University in Stillwater im Fachjournal «PeerJ». Im Laufe seines Lebens hätten die Tyrannosaurier eine Vielzahl ökologischer Nischen besetzen können, was die Konkurrenz mit jeweils kleineren oder größeren Artgenossen minderte. «Das könnte ein Faktor gewesen sein, der es ihnen ermöglichte, am Ende der Kreidezeit als Spitzenprädatoren zu dominieren», sagte Mitautor Jack Horner von der Chapman University in Orange.

Bisher wurde demnach angenommen, dass ein solcher Dino in der Regel im Alter von etwa 25 Jahren aufhörte, zu wachsen. Bei diesen Analysen seien aber Knochen einbezogen gewesen, die vermutlich gar nicht von Tyrannosauriern stammten, hieß es nun. Ausgewachsen konnte ein T. rex demnach zwölf Meter groß sein und acht Tonnen wiegen.


Bildnachweis: © Christophe Gateau/dpa
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