2. Dezember 2021 / Aus aller Welt

Baldwin zum Todesschuss: «Habe nicht abgedrückt»

Knapp sechs Wochen nach dem Tod einer Kamerafrau an einem Filmset meldet sich Hollwood-Star Alec Baldwin erstmals in einem Interview zu Wort.

Alec Baldwin (l.) während des Interviews.
Veröffentlicht am 2. Dezember 2021 um 09:48 Uhr

In einem emotionalen Interview hat Hollywood-Star Alec Baldwin mit dem Sender ABC über den tödlichen Schuss an einem Filmset gesprochen.

Die getötete Kamerafrau Halyna Hutchins (42) sei von allen geliebt und bewundert worden, sagte der Schauspieler und Produzent. Er könne es immer noch nicht glauben, dass das passiert sei.

«Ich habe nicht abgedrückt»

In dem Interview-Auszug beteuerte Baldwin: «Ich habe nicht abgedrückt». Er würde niemals mit einer Waffe auf eine Person zielen und abdrücken. Er habe «keine Ahnung», wie die scharfe Munition ihren Weg in die Waffe fand. Jemand müsse die Waffe mit scharfer Munition geladen haben. Eine Erklärung für den Todesschuss gab es in dem knapp zweiminütigen Video nicht.

Das komplette einstündige Interview mit Moderator George Stephanopoulos sollte am Donnerstagabend (Ortszeit) ausgestrahlt werden. Der Sender veröffentlichte am Mittwoch knapp zwei Minuten aus dem Gespräch, in dem Baldwin auch in Tränen ausbricht.

Bei dem Dreh für den Western «Rust» auf einer Filmranch in Santa Fe (New Mexico) wurde am 21. Oktober Hutchins tödlich verletzt und Regisseur Joel Souza (48) an der Schulter getroffen. Hauptdarsteller Baldwin hatte die Waffe bei der Probe für eine Szene benutzt. Die noch laufenden Ermittlungen ergaben, dass in dem Colt eine echte Kugel steckte. Die Polizei prüft derzeit, wie es dazu kommen konnte.

Baldwin völlig am Boden zerstört

ABC-Moderator Stephanopoulos (60) sagte am Mittwoch, dies sei das «intensivste» Interview in seinen 20 Jahren beim Sender ABC gewesen. Baldwin sei völlig am Boden zerstört, aber er habe sehr offen alle Fragen beantwortet. Sie hätten ausführlich über den Drehtag gesprochen und vieles habe ihn überrascht, sagte Stephanopoulos.

Einen Tag nach dem Vorfall hatte sich Baldwin auf Twitter geäußert. «Es gibt keine Worte, um den Schock und die Trauer auszudrücken angesichts des tragischen Unfalls, der das Leben von Halyna Hutchins beendet hat - Ehefrau, Mutter und zutiefst bewunderte Kollegin von uns», schrieb er damals bei dem Kurznachrichtendienst.

Baldwins Frau, Hilaria Baldwin, postete am Mittwoch ein Foto von sich an der Seite des Schauspielers auf Instagram. «Einen Fuß vor den anderen», schrieb sie dazu, mit einem weißen Herz-Emoji versehen. Seit 2012 ist das Paar verheiratet, sie haben sechs Kinder. 


Bildnachweis: © Jeffrey Neira/ABC News/AP/dpa
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