Im Hochwasser-Katastrophengebiet im Norden von Rheinland-Pfalz sind bisher 128 Menschen tot geborgen worden. Das teilte Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) in einer Sondersitzung von drei Fachausschüssen des Landtags mit. «Wir müssen von der schrecklichen Annahme ausgehen, dass diese Zahl noch steigen wird.» Die Menschen im Katastrophengebiet seien an Leib und Seele verletzt. Vermisst werden weiterhin 155 Menschen. «Eine Woche nach einem solchen Ereignis nehmen die Chancen, dass Vermisste noch leben können, ab», sagte Landesinnenminister Roger Lewentz (SPD) in Mainz. «Ich kann Ihnen heute nicht sagen, dass wir alle 155 Vermissten-Schicksale aufklären können», sagte Lewentz. Von den 128 Toten in Rheinland-Pfalz seien bisher 62 identifiziert. «Wir planen keine Massenbeerdigung. Wir wollen, dass die Menschen in Würde von ihren Lieben bestattet werden können», sagte Lewentz. Zu den Toten und Vermissten kämen noch 766 Verletzte in Rheinland-Pfalz, die in den Krankenhäusern behandelt worden seien. Dreyer würdigte den Einsatz der Rettungskräfte, diese katastrophale Situation zu bewältigen. Am Nürburgring sei «eine gigantische Helferstadt» entstanden. Bei allem Leid zeige die Katastrophe: «Rheinland-Pfalz steht zusammen.» Die Regierungschefin sagte: «Der Wiederaufbau wird langwierig werden und sehr viel Geld kosten. Dafür brauchen wir eine nationale Kraftanstrengung.» «Bisherige Meldungen über eine angebliche Vielzahl von Plünderungen haben sich bislang nicht bestätigt», berichtete Roger Lewentz (SPD). Die Polizei hat bisher 31 Straftaten festgestellt. Davon seien 25 mit Eigentumsbezug, sagte Lewentz. Es habe vier vorläufige Festnahmen gegeben.
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Bisher 128 Menschen in Rheinland-Pfalz tot geborgen
Die Zahl der Todesopfer in Rheinland-Pfalz ist weiter gestiegen. Und es ist zu befürchten, dass diese Zahl noch steigen wird.
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