13. August 2024 / Aus aller Welt

Vorsichtiger Optimismus bei Bränden in Griechenland

Das erste Tageslicht zeigt das Ausmaß der Zerstörung: Rund 100 Quadratkilometer Fläche sind bei Athen verbrannt, ein Mensch kam ums Leben. Immerhin, die Flammen sind unter Kontrolle - vorerst.

Noch immer flammen neue Brandherde auf, bekämpft wird auch aus der Luft.

Verheerende Brände nordöstlich Athens halten Griechenland in Atem. Am Morgen barg die Feuerwehr aus einem abgebrannten Fabrikgebäude die Leiche einer Frau, die sich nicht vor den Flammen hatte retten können, wie griechische Medien berichteten. Es ist bislang das einzige Todesopfer. Etliche Häuser brannten ab, zahllose Tiere kamen um. Und noch geben die Behörden keine Entwarnung. Erst am Morgen wurde wieder zur Evakuierung aufgerufen, diesmal betraf es einen Stadtteil des Küstenorts Nea Makri östlich der Hauptstadt.

Glutnester lassen neue Feuer entstehen

Dennoch hat sich die Situation stark gebessert. Ein Vergleich der Satellitenbilder der US-Raumfahrtbehörde NASA zeigt den Unterschied von Montag zu Dienstag: War die Feuerfront anfangs gut 30 Kilometer lang und stellenweise fast zehn Kilometer breit, brannte es am Morgen nur noch vereinzelt. Allerdings entflammen immer wieder Brandherde, wie die Feuerwehr mitteilte. Weiterhin sind deshalb 17 Flugzeuge und 18 Hubschrauber sowie Hunderte Feuerwehrleute im Einsatz, um bestehende Brände in Schach zu halten und neue Feuer sofort zu löschen.

Gefahr droht vor allem durch sogenannte Glutnester, die in der Erde schwelen und sich jederzeit zu einem neuen Feuer entwickeln können. Auch soll der Wind, der nachts abgeflaut war, wieder auffrischen. Die stürmischen Winde waren es, die am Sonntag einen kleinen Brandherd zu einer gewaltigen Feuerfront angeheizt und vorangetrieben hatten - mancherorts so schnell, dass die Menschen nur noch flüchten konnten und Hab und Gut zurücklassen mussten.

Eine der letzten grünen Lungen Athens ist verbrannt

Vielerorts ist der Strom ausgefallen, Hunderte hölzerne Strommasten sind verbrannt oder umgestürzt. Insgesamt wurden ersten Schätzungen zufolge eine Fläche von 100 Quadratkilometern und damit auch ein Waldgebiet zerstört, das als eine der letzten «grünen Lungen» der Millionenmetropole Athen galt. 

In der Hauptstadt war die Luft in den vergangenen zwei Tagen wegen der extremen Rauchentwicklung stark von Feinstaub belastet - zwischenzeitlich wurden mehr als 100 Mikrogramm der winzigen Partikel pro Kubikmeter Luft gemessen. Der EU-Grenzwert liegt bei 25 Mikrogramm. 

Das gesamte Brandgebiet wird nun weiterhin sowohl von der Feuerwehr als auch von der Polizei kontrolliert. Auch Hilfe aus dem Ausland ist bereits im Einsatz. Nachdem die Regierung den EU-Katastrophenschutzmechanismus angefragt hatte, schickten unter anderem Tschechien, Frankreich und Italien, Serbien, Rumänien und die Türkei Löschflugzeuge, Hubschrauber, Löschzüge und Personal.

 


Bildnachweis: © Marios Lolos/XinHua/dpa
Copyright 2024, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten

Meistgelesene Artikel

Youtube-Star Jan Zimmermann von «Gewitter im Kopf» ist tot
Aus aller Welt

Jan Zimmermann klärte mit Humor und Offenheit über das Tourette-Syndrom auf. Nun trauert die Youtube-Szene um den 27-Jährigen.

weiterlesen...
Assistent/Assistentin der Hauptgeschäftsführung (m/w/d)
Kreishandwerkerschaft Gütersloh-Bielefeld

Für unsere Geschäftsstelle in Gütersloh suche wir ab sofort Verstärkung.

weiterlesen...
Mann zieht Messer in Paris - Polizist schießt ihn an
Aus aller Welt

Panik in einem Pariser Bahnhof: Ein Mann zieht bei einem Polizeieinsatz plötzlich ein Messer, und ein Beamter schießt. Was hinter dem dramatischen Einsatz steckt.

weiterlesen...

Neueste Artikel

Dauergrau und mild: Von Winterwetter keine Spur
Aus aller Welt

Schnee ist nicht in Sicht, aber reichlich Nebel. Gibt es irgendwo in Deutschland die Chance auf Sonnenschein?

weiterlesen...
Anklage: Krankenpfleger soll Patienten vergewaltigt haben
Aus aller Welt

Ein Krankenpfleger soll im Ruhrgebiet Patienten vergewaltigt haben. Meist sollen diese narkotisiert gewesen sein. Bis auf ein 14-jähriges Mädchen. Nun wurde Anklage gegen den Mann erhoben.

weiterlesen...

Weitere Artikel derselben Kategorie

Dauergrau und mild: Von Winterwetter keine Spur
Aus aller Welt

Schnee ist nicht in Sicht, aber reichlich Nebel. Gibt es irgendwo in Deutschland die Chance auf Sonnenschein?

weiterlesen...
Anklage: Krankenpfleger soll Patienten vergewaltigt haben
Aus aller Welt

Ein Krankenpfleger soll im Ruhrgebiet Patienten vergewaltigt haben. Meist sollen diese narkotisiert gewesen sein. Bis auf ein 14-jähriges Mädchen. Nun wurde Anklage gegen den Mann erhoben.

weiterlesen...