1. August 2026 / Aus aller Welt

Neue Feuerfronten westlich von Athen lodern ungebremst

Die Brände am Golf von Korinth nehmen wieder an Fahrt auf - ein Dorf nach dem anderen wird evakuiert. Aus der Luft sind wegen des starken Windes kaum Löscharbeiten möglich.

Aus der Luft gibt es wegen stürmischer Winde keine Hilfe - die Feuerwehrleute sind am Boden auf sich gestellt.
Veröffentlicht am 1. August 2026 um 16:37 Uhr

Gerade schien es am Mittag ein wenig ruhiger zu werden um die Ortschaft Porto Germeno am Golf von Korinth, rund 60 Kilometer westlich von Athen entfernt. Doch dann zeigten Fernsehbilder eine Feuerwalze, die der Wind über Hügel und Berge trieb. Die Flammen schlugen doppelt so hoch wie die gut 20 Meter hohen, ausgewachsenen Aleppo-Kiefern des Waldes, wie der Nachrichtensender ERTnews zeigte. 

Aus der Luft konnte wegen der starken Winde weiterhin nicht gelöscht werden - alle Aktivitäten der Feuerwehr konzentrieren sich auf den Boden, und selbst dort ist es teils unmöglich, sich dem Waldbrand zu nähern. Hunderte Kräfte sind im Einsatz.

Ebenfalls ungebremst tobt ein Waldbrand weiter westlich in der Regionaleinheit Fokida. Betroffen sind die Ortschaft Skaloma und umliegende Dörfer, die bereits evakuiert wurden. 

Griechische Medien sprachen von «apokalyptischen Bildern». Das Meer spiegelte den Himmel grau-rot, die Sonne leuchtete dumpf durch den dichten, schwarzen Rauch. Hoffnung setzt die Feuerwehr auf ein kleines Zeitfenster am frühen Abend, wenn der Wind nachlassen soll und Löschflugzeuge sowie -hubschrauber zum Einsatz kommen könnten - bis sie den Dienst bei Dunkelheit wieder einstellen müssen. Für Sonntag ist ebenfalls etwas weniger Wind angekündigt. Viele der geflüchteten Anwohner hoffen, dass es dann für ihren Ort, für ihr Haus, nicht zu spät ist.


Bildnachweis: © Michael Varaklas/AP/dpa
Copyright 2026, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten

Meistgelesene Artikel

Goldener Kamm in Gütersloh
Kreishandwerkerschaft Gütersloh-Bielefeld

Am 11. Oktober treten die besten Nachwuchsfriseure aus Nordwestdeutschland in der Stadthalle Gütersloh gegeneinander...

weiterlesen...
Kampf gegen Feuer in Belgien - Weiter Bangen auch in NRW
Aus aller Welt

Das Feuer aus Belgien rückt zwar nicht weiter Richtung Monschau in der Eifel vor. Von Normalität ist man aber sehr weit weg, das Bangen bleibt. Rufe und Forderungen aus und an die Politik werden laut.

weiterlesen...
Brand im Hohen Venn: Evakuierung bei Monschau angeordnet
Aus aller Welt

Wegen des Waldbrandes im Hohen Venn müssen Anwohner in Deutschland ihre Häuser verlassen. Eine Notunterkunft ist eingerichtet.

weiterlesen...

Neueste Artikel

Studie: Goldabbau und Wetter bedrohen Indigene im Amazonas
Aus aller Welt

Indigene Gebiete im Amazonas sind besonders von illegalem Goldabbau und extremen Wetterlagen betroffen. Warum sich die Folgen gegenseitig verstärken, zeigt ein aktueller Bericht.

weiterlesen...
ADAC: Mehr Staus als vor einem Jahr
Aus aller Welt

Die Rekordpreise an den Tankstellen haben viele Autofahrer nicht davon abgehalten, ins Staurisiko zu gehen. Der ADAC zählte in den Sommerferien mehr Staus als vor einem Jahr.

weiterlesen...

Weitere Artikel derselben Kategorie

Studie: Goldabbau und Wetter bedrohen Indigene im Amazonas
Aus aller Welt

Indigene Gebiete im Amazonas sind besonders von illegalem Goldabbau und extremen Wetterlagen betroffen. Warum sich die Folgen gegenseitig verstärken, zeigt ein aktueller Bericht.

weiterlesen...
ADAC: Mehr Staus als vor einem Jahr
Aus aller Welt

Die Rekordpreise an den Tankstellen haben viele Autofahrer nicht davon abgehalten, ins Staurisiko zu gehen. Der ADAC zählte in den Sommerferien mehr Staus als vor einem Jahr.

weiterlesen...