Gerade schien es am Mittag ein wenig ruhiger zu werden um die Ortschaft Porto Germeno am Golf von Korinth, rund 60 Kilometer westlich von Athen entfernt. Doch dann zeigten Fernsehbilder eine Feuerwalze, die der Wind über Hügel und Berge trieb. Die Flammen schlugen doppelt so hoch wie die gut 20 Meter hohen, ausgewachsenen Aleppo-Kiefern des Waldes, wie der Nachrichtensender ERTnews zeigte. Aus der Luft konnte wegen der starken Winde weiterhin nicht gelöscht werden - alle Aktivitäten der Feuerwehr konzentrieren sich auf den Boden, und selbst dort ist es teils unmöglich, sich dem Waldbrand zu nähern. Hunderte Kräfte sind im Einsatz. Ebenfalls ungebremst tobt ein Waldbrand weiter westlich in der Regionaleinheit Fokida. Betroffen sind die Ortschaft Skaloma und umliegende Dörfer, die bereits evakuiert wurden. Griechische Medien sprachen von «apokalyptischen Bildern». Das Meer spiegelte den Himmel grau-rot, die Sonne leuchtete dumpf durch den dichten, schwarzen Rauch. Hoffnung setzt die Feuerwehr auf ein kleines Zeitfenster am frühen Abend, wenn der Wind nachlassen soll und Löschflugzeuge sowie -hubschrauber zum Einsatz kommen könnten - bis sie den Dienst bei Dunkelheit wieder einstellen müssen. Für Sonntag ist ebenfalls etwas weniger Wind angekündigt. Viele der geflüchteten Anwohner hoffen, dass es dann für ihren Ort, für ihr Haus, nicht zu spät ist.
Bildnachweis: © Michael Varaklas/AP/dpa
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Neue Feuerfronten westlich von Athen lodern ungebremst
Die Brände am Golf von Korinth nehmen wieder an Fahrt auf - ein Dorf nach dem anderen wird evakuiert. Aus der Luft sind wegen des starken Windes kaum Löscharbeiten möglich.
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