10. September 2022 / Aus aller Welt

Brand am Brocken: Letzte Glutnester werden gelöscht

Die Löscharbeiten im Harz sind noch nicht vollständig beendet. Noch immer ist die Feuerwehr im Einsatz.

Verkohlte Baumstämme liegen am Rande von Gleisen.

Eine Woche nach Ausbruch des jüngsten Brandes am Brocken laufen letzte Löscharbeiten. Die Feuerwehr bekämpfe noch letzte kleine Glutnester, hieß es am Samstag. Zudem liefen die Aufräumarbeiten. Die umfangreiche Löschtechnik, etwa Pumpen und Schläuche, werde eingesammelt. Die Meldung «Feuer aus» könne aber noch immer nicht gegeben werden. Es seien noch rund 50 Einsatzkräfte im Gebiet.

Am Freitag hatten Wärmebildaufnahmen aus der Luft noch geringe Wärme am Boden gezeigt. Die Restlöscharbeiten und eine Brandwache seien bis Montagmorgen geplant, hieß es von der Stadt Wernigerode. Alle Hubschrauber und Flugzeuge, die beim Löschen geholfen hatten, seien inzwischen an ihre Heimatstandorte zurückgekehrt. Der Katastrophenfall war am Freitagvormittag für beendet erklärt worden.

Brockenplateau wieder geöffnet

Unterdessen ist das Brockenplateau ebenso wie der Ort Schierke am Fuß des 1141 Meter hohen Bergs wieder geöffnet. Die Harzer Schmalspurbahnen werden den Gipfel bis einschließlich Sonntag nicht anfahren. Sie stehen mit Kesselwagen und Zügen der Feuerwehr auf Abruf zur Verfügung, hieß es.

Das Feuer war am Samstag vor einer Woche am Goetheweg nahe dem Aussichtspunkt Goethebahnhof entdeckt worden. Der Weg zum Brocken gilt als einer der meistfrequentierten Wanderwege im Nationalpark Harz. Wegen des unzugänglichen Geländes kämpften teilweise sieben Löschhubschrauber und zwei italienische Löschflugzeuge gegen die Flammen, die sich zwischenzeitlich auf 160 Hektar ausgedehnt hatten. Hunderte Einsatzkräfte waren im Einsatz. Die Brandursache ist noch unklar.


Bildnachweis: © Matthias Bein/dpa
Copyright 2022, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten

Meistgelesene Artikel

Mann nach Tod von 21-Jähriger in Niebüll gefasst
Aus aller Welt

Eine junge Frau wird tot in einem Waldgebiet bei Niebüll gefunden. Nun haben Ermittler einen Tatverdächtigen gefasst. Der 35-Jährige stammt aus demselben Ort wie sein Opfer.

weiterlesen...
Autofahrer erfasst Joggerinnen-Gruppe - schwerer Unfall in Schloß Holte-Stukenbrock
Polizeimeldung

Verkehr Autofahrer erfasst Joggerinnen-Gruppe - schwerer Unfall in Schloß Holte-Stukenbrock Samstagvormittag (25.05.,...

weiterlesen...
Schüsse in Hagen: Zustand von verletzten Frauen stabil
Aus aller Welt

Schüsse an zwei Tatorten, vier Verletzte, eine 24-stündige Fahndung: Eine Gewalttat hält am Wochenende Hagen in Atem. Die Staatsanwaltschaft nennt nun nähere Details zu den Verletzten und zur Waffe.

weiterlesen...

Neueste Artikel

Raubbau an der Natur? Studie widerlegt These zur Osterinsel
Aus aller Welt

Die Osterinsel gilt als Paradebeispiel für einen Ökozid: Die polynesische Gesellschaft dort soll sich selbst zugrunde gerichtet haben. Doch neue Erkenntnisse ziehen das in Zweifel.

weiterlesen...
Berlin künftig wie Italien: Klima-Zeitsprung ins Jahr 2080
Aus aller Welt

Wie wird sich das Klima da, wo ich lebe, künftig anfühlen? Mit einer interaktiven Karte lässt sich nun für den eigenen Wohnort nachschauen, welcher Stadt oder Region er womöglich ähneln wird.

weiterlesen...

Weitere Artikel derselben Kategorie

Raubbau an der Natur? Studie widerlegt These zur Osterinsel
Aus aller Welt

Die Osterinsel gilt als Paradebeispiel für einen Ökozid: Die polynesische Gesellschaft dort soll sich selbst zugrunde gerichtet haben. Doch neue Erkenntnisse ziehen das in Zweifel.

weiterlesen...
Berlin künftig wie Italien: Klima-Zeitsprung ins Jahr 2080
Aus aller Welt

Wie wird sich das Klima da, wo ich lebe, künftig anfühlen? Mit einer interaktiven Karte lässt sich nun für den eigenen Wohnort nachschauen, welcher Stadt oder Region er womöglich ähneln wird.

weiterlesen...