Jahre vor dem verheerenden Brand in der Silvesternacht in Crans-Montana wurden bei Inspektionen in der betroffenen Bar nach Informationen des Schweizer Senders RTS mehrere Brandschutzmängel festgestellt. Es sei aber nie geprüft worden, ob die Mängel beseitigt wurden. Die Frau des in U-Haft sitzenden Barbesitzers, Jessica Moretti, ist unterdessen erneut zu einer Aussage bei der Staatsanwaltschaft in Sitten eingetroffen. Ihr Mann war am Dienstag befragt worden. Er soll ausgesagt haben, dass alle Sicherheitsvorkehrungen eingehalten wurden, berichten italienische Medien unter Verweis auf Informationen von dabei anwesenden Anwälten von Opfern. In der Bar Le Constellation hatten in der Silvesternacht funkensprühende Partyfontänen nach ersten Ermittlungen Schaumstoff an der Decke in Brand gesetzt. Die Flammen breiteten sich rasend schnell aus. 40 Menschen kamen ums Leben, darunter zahlreiche Minderjährige. 116 Menschen wurden verletzt, davon erlitten etwa 80 sehr schwere Verbrennungen. RTS hat Dokumente eingesehen, wonach bei einer Inspektion 2018 unter anderem Evakuierungspläne, die Schulung des Personals für den Brandfall und die Kennzeichnung eines Feuerlöschers fehlten. Die gleichen Mängel seien ein Jahr später dokumentiert worden, mit der Auflage, sie zu beseitigen. Wie die Gemeinde schon enthüllt hatte, fanden aber nach 2019 keine weiteren Kontrollen mehr statt. Auf die Bitte um Stellungnahme ließen die zuständigen Fachleute der Gemeinde dem Sender über Anwälte ausrichten, dass sie sich nur bei den Strafverfolgungsbehörden äußern.Mängel auch ein Jahr später nicht beseitigt
Bildnachweis: © Jean-Christophe Bott/KEYSTONE/dpa
Copyright 2026, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten
Brand in Crans-Montana - Mängel beim Brandschutz ignoriert
Evakuierungspläne fehlten, ein Feuerlöscher war nicht markiert: Jahre vor der Silvesterparty-Katastrophe wurden Mängel moniert. Was hat die Gemeinde versäumt?
Meistgelesene Artikel
Das Verschwinden der Mutter von US-Moderatorin Savannah Guthrie sorgte in den USA Anfang des Jahres für großes Aufsehen. Nun berichten US-Medien über eine mutmaßliche Nachricht der Entführer.
- 30. Juni 2026
45-Jähriger in U-Haft - Trauer nach Tat in Stade
Ein Termin zum Sorgerecht für ein Baby endet tödlich. Sechs Menschen, die vermitteln und helfen wollten, sterben. Am Tag danach kommt der 45-Jährige in U-Haft.
Sechs Tote, mehrere Verletzte: Ein Gewaltverbrechen erschüttert eine Jugendhilfeeinrichtung im niedersächsischen Stade. Die Behörden teilen erste Erkenntnisse.
Neueste Artikel
- 15. Juli 2026
Frau mit Machete getötet - Zeugen überwältigen Ehemann
Eine Frau stirbt durch Dutzende Stiche und Schnitte, die ihr mit einer Machete zugefügt wurden. Zeugen rennen um ihr Leben - und überwältigen den Tatverdächtigen.
- 15. Juli 2026
Neue Affenart im Kongo entdeckt
In den vergangenen 75 Jahren wurde nur eine Handvoll neuer Affenarten in Afrika gefunden - nun gelang eine neue Entdeckung. Doch die Zukunft der Tiere im Kongobecken ist schon bedroht.
Weitere Artikel derselben Kategorie
- 15. Juli 2026
Frau mit Machete getötet - Zeugen überwältigen Ehemann
Eine Frau stirbt durch Dutzende Stiche und Schnitte, die ihr mit einer Machete zugefügt wurden. Zeugen rennen um ihr Leben - und überwältigen den Tatverdächtigen.
- 15. Juli 2026
Neue Affenart im Kongo entdeckt
In den vergangenen 75 Jahren wurde nur eine Handvoll neuer Affenarten in Afrika gefunden - nun gelang eine neue Entdeckung. Doch die Zukunft der Tiere im Kongobecken ist schon bedroht.

