Rund 6000 Indigene haben in Brasília gegen die Goldsuche in indigenen Gebieten demonstriert. Im Rahmen der Aktion «Blutgold: Marsch gegen den Goldabbau, der tötet und Wälder abholzt» zogen sie vor das Bergbau- und Energieministerium der brasilianischen Hauptstadt und schleuderten Schlamm gegen dessen Scheiben, wie das Nachrichtenportal «G1» am Montag (Ortszeit) berichtete. Der Schlamm sollte demnach die durch die Goldsuche verursachte Verschmutzung und den Tod darstellen. Einige schrieben damit auch Slogans gegen Präsident Jair Bolsonaro auf die Scheiben. Die Indigenen sind bereits seit Montag vergangener Woche zu einem großen, rund zehntägigen Protestcamp Freies Land in Brasília. Sie verteidigen die Einrichtung von Schutzgebieten und protestieren gegen die «anti-indigene Agenda» der Regierung des rechten Präsidenten Bolsonaro. Dazu gehört der «Marco Temporal», den etwa Großgrundbesitzer so auslegen, dass indigene Völker nur dort Land beanspruchen können, wo sie bereits vor der Verfassung von 1988 lebten. Umweltschützern zufolge werden damit die Rechte der Indigenen beschnitten. Zudem geht es um Gesetzesprojekte, die den bisher illegalen Goldabbau in indigenen Gebieten erlauben sollen. Roberto Maldonado, Brasilien-Referent bei der Umweltschutzorganisation WWF, kritisierte die geplanten Gesetzesprojekte scharf als «Lizenz zum giftigen Goldrausch»: «Legalisiert die Regierung den illegalen Goldabbau, dann zementiert sie dessen verheerende soziale, gesundheitliche und ökologische Folgen: mit Quecksilber vergiftete Menschen, Tiere und Gewässer sowie zerstörte Wälder.»
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Tausende Indigene demonstrieren gegen Goldabbau
Brasiliens Präsident Jair Bolsonaro ist nicht für seine umweltfreundliche Politik bekannt - ein neues Gesetz soll nun den bisher illegalen Goldabbau in indigenen Gebieten erlauben.
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