Chile in Südamerika hat als zweites Land weltweit die Krankheit Lepra besiegt. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat der Regierung gratuliert und ein entsprechendes Zertifikat ausgehändigt. Diesen Meilenstein erreichte bislang nur Jordanien, 2024. Lepra ist eine chronische Infektionskrankheit, die die Haut verändern und die Nerven schädigen kann. Jahrzehntelang wurden Betroffene in vielen Gesellschaften ausgegrenzt, obwohl die Bakterien nur über engen und anhaltenden Kontakt übertragen werden können. Die Krankheit ist heilbar, aber ohne Behandlung können anhaltende Entzündungen und unbemerkte Verletzungen Gliedmaßen verformen. Die WHO verzeichnet etwa 200.000 neue Fälle im Jahr in mehr als 120 Ländern weltweit, vor allem in Südostasien, Afrika und Südamerika. In Deutschland gibt es nach Angaben des Gesundheitsministeriums seit Jahren nur einen Leprafall pro Jahr. «Man kann davon ausgehen, dass es sich dabei um eingeschleppte Erkrankungen handelt», heißt es. Chile hat nach Angaben der WHO seit 1993 keine lokale Ansteckung mehr verzeichnet, teilte die WHO mit. Dazu hätten unter anderem ein Programm zur Früherkennung und der universelle Zugang zu medizinischer Versorgung beigetragen.
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Chile hat als zweites Land der Welt Lepra besiegt
Die WHO zertifiziert Chile als frei von Lepra. Welche Maßnahmen dazu führten und warum die Krankheit in vielen Teilen der Welt noch immer ein Problem ist.
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