11. Juni 2021 / Aus aller Welt

Delta-Variante wohl 60 Prozent ansteckender als Alpha-Typ

Die Coronalage entspannt sich in den meisten europäischen Ländern, aber die Entwicklung in Großbritannien bereitet auch auf dem Festland Sorgen. Es gibt neue Erkenntnisse über die Delta-Variante.

Wer zweimal gegen das Coronavirus geimpft ist, soll auch vor der Delta-Variante gut geschützt sein.
Veröffentlicht am 11. Juni 2021 um 17:54 Uhr

Die zunächst in Indien entdeckte Corona-Variante Delta ist Analysen zufolge wesentlich ansteckender als der in Großbritannien entdeckte Alpha-Typ.

Das Risiko, die Menschen im eigenen Haushalt anzustecken, sei bei Delta schätzungsweise 60 Prozent höher als bei Alpha, teilte die englische Gesundheitsbehörde Public Health England mit.

Außerdem soll sich Delta stärker als andere Varianten der Schutzwirkung der Impfstoffe entziehen können - das gelte vor allem nach nur einer Impfdosis. Vollständig Geimpfte seien jedoch sehr gut vor der Delta-Variante - auch B.1.617.2 genannt - geschützt.

Die Delta-Variante sorgt im Vereinigten Königreich derzeit offiziellen Angaben zufolge für rund neun von zehn Corona-Infektionen. Sie ließ die lange Zeit sehr niedrige Sieben-Tage-Inzidenz auf zuletzt knapp 52 ansteigen und könnte die geplanten weiteren Corona-Lockerungen gefährden. Am Freitag meldeten die Behörden mit 8125 Fällen - fast 1000 mehr als am Vortag - die höchste Zahl an Neuinfektionen seit Ende Februar. Die Bundesregierung hat Großbritannien wegen der Mutante wieder als Virusvariantengebiet mit extrem strengen Einreise- und Quarantäneregeln eingestuft.


Bildnachweis: © Fabian Sommer/dpa
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