19. November 2024 / Aus aller Welt

Diesmal netter Empfang für Royals im spanischen Flutgebiet

Drei Wochen nach dem Flutdrama in Spanien normalisiert sich langsam das Leben in den betroffenen Gemeinden. Das trägt auch zur Beruhigung der Gemüter bei.

In Chiva gab es viele Umarmungen und laute Jubelrufe.

Gut zwei Wochen nach den Anfeindungen bei einem ersten Besuch erlebt das spanische Königspaar diesmal im Flutgebiet einen freundlichen Empfang. In der Gemeinde Chiva in der Region Valencia im Osten des Landes liefen König Felipe VI. und Königin Letizia unter dem Jubel der Bürger durch die inzwischen vom Schlamm, Autowracks, Müll und Hausrat weitgehend befreiten Straßen. Am 3. November waren die Royals in Valencia mit Schlamm beworfen und beschimpft worden.

Drei Wochen nach dem sogenannten Jahrhundert-Unwetter mit mehr als 220 Todesopfern und großen Zerstörungen unterhielten sich Felipe und Letizia in Chiva mit Betroffenen. Sie umarmten einige Menschen und schüttelten viele Hände. Viele skandierten «Hoch lebe der König» und «Hoch lebe die Königin», wie bei der Liveübertragung des TV-Senders RTVE zu hören war. 

Der 56 Jahre alte Monarch und seine Frau (52) besuchten anschließend den Ort Utiel ebenfalls in der Region Valencia, wie RTVE weiter berichtete. Danach ging es dem Sender zufolge in der Region Kastilien-La Mancha in den Ort Letur, wo sechs Menschen bei den Unwettern ums Leben kamen.

Elf Menschen werden nach drei Wochen immer noch gesucht

Die starken Niederschläge, Erdrutsche und Überschwemmungen vom 29. Oktober forderten nach der jüngsten Bilanz der Zentralregierung mindestens 227 Menschenleben. 219 Leichen wurden demnach allein in Valencia geborgen. Acht Todesopfer gab es in den benachbarten Regionen Kastilien-La Mancha und Andalusien zu beklagen. Elf Menschen gelten noch als vermisst. In einigen Ortschaften hatte es damals innerhalb weniger Stunden so viel Regen gegeben wie sonst in einem ganzen Jahr.

Das Unglück hatte aufgrund der nur schleppend angelaufenen Hilfe viel Unmut ausgelöst. Am 9. November - eineinhalb Wochen nach dem Unglück - waren in der Regionalhauptstadt Valencia rund 130.000 Menschen auf die Straßen gegangen, um den Rücktritt des valencianischen Regierungschefs Carlos Mazón zu fordern. Der will derweil im Amt bleiben, kündigte aber eine Regierungsumbildung an und entließ bereits eine Ministerin. Mazón begleitete das Königspaar am Dienstag in Chiva, hielt sich aber im Hintergrund.


Bildnachweis: © Carlos Luján/EUROPA PRESS/dpa
Copyright 2024, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten

Meistgelesene Artikel

Youtube-Star Jan Zimmermann von «Gewitter im Kopf» ist tot
Aus aller Welt

Jan Zimmermann klärte mit Humor und Offenheit über das Tourette-Syndrom auf. Nun trauert die Youtube-Szene um den 27-Jährigen.

weiterlesen...
Assistent/Assistentin der Hauptgeschäftsführung (m/w/d)
Kreishandwerkerschaft Gütersloh-Bielefeld

Für unsere Geschäftsstelle in Gütersloh suche wir ab sofort Verstärkung.

weiterlesen...
Mann zieht Messer in Paris - Polizist schießt ihn an
Aus aller Welt

Panik in einem Pariser Bahnhof: Ein Mann zieht bei einem Polizeieinsatz plötzlich ein Messer, und ein Beamter schießt. Was hinter dem dramatischen Einsatz steckt.

weiterlesen...

Neueste Artikel

Dauergrau und mild: Von Winterwetter keine Spur
Aus aller Welt

Schnee ist nicht in Sicht, aber reichlich Nebel. Gibt es irgendwo in Deutschland die Chance auf Sonnenschein?

weiterlesen...
Anklage: Krankenpfleger soll Patienten vergewaltigt haben
Aus aller Welt

Ein Krankenpfleger soll im Ruhrgebiet Patienten vergewaltigt haben. Meist sollen diese narkotisiert gewesen sein. Bis auf ein 14-jähriges Mädchen. Nun wurde Anklage gegen den Mann erhoben.

weiterlesen...

Weitere Artikel derselben Kategorie

Dauergrau und mild: Von Winterwetter keine Spur
Aus aller Welt

Schnee ist nicht in Sicht, aber reichlich Nebel. Gibt es irgendwo in Deutschland die Chance auf Sonnenschein?

weiterlesen...
Anklage: Krankenpfleger soll Patienten vergewaltigt haben
Aus aller Welt

Ein Krankenpfleger soll im Ruhrgebiet Patienten vergewaltigt haben. Meist sollen diese narkotisiert gewesen sein. Bis auf ein 14-jähriges Mädchen. Nun wurde Anklage gegen den Mann erhoben.

weiterlesen...