9. Juli 2024 / Aus aller Welt

Ende 2025 sollen auf kompletter Ahrtalstrecke Züge fahren

Der Wiederaufbau der zerstörten Ahrtalbahn schreitet voran. Ende nächsten Jahres soll die gesamte Strecke in Betrieb sein. Auf einem Abschnitt war eine Reparatur der bestehenden Anlagen nicht möglich.

Die Bahn kommt beim Wiederaufbau der Ahrtalstrecke voran (Archivbild)
Veröffentlicht am 9. Juli 2024 um 12:00 Uhr

Drei Jahre nach der Flutkatastrophe im Ahrtal sieht sich die Deutsche Bahn beim Wiederaufbau der Strecke im Zeitplan. Ende 2025 sollten auf der gesamten Ahrtalbahnstrecke wieder Züge fahren, teilte die Bahn in Frankfurt mit. Dabei hält auch nach und nach moderne Leit- und Sicherungstechnik Einzug, da die Züge dann auf der kompletten Strecke elektrisch fahren werden. 

Seit Ende 2021 fährt die Ahrtalbahn auf dem 15 Kilometer langen Abschnitt zwischen Remagen und Walporzheim. Seit September 2023 wird an dem bei der Flut völlig zerstörten Streckenabschnitt zwischen Walporzheim und Ahrbrück gebaut. Hier komme der Wiederaufbau einem Neubau gleich, teilte die Bahn mit.

Auf dem 14 Kilometer langen Teilstück müssten 13 neue Brücken gebaut und acht weitere saniert werden. Zudem arbeiteten die Bauteams an sechs neuen Bahnstationen und verlegten kilometerweise Gleise. Besonderes Augenmerk liege auf dem Hochwasserschutz: Stützbauwerken und Durchlässe würden erneuert, Bahndämme wieder hergestellt.

Neue Stellwerke in Remagen und Walporzheim

Seit Ende 2023 ersetzen zwei neue elektronische Stellwerke zwischen Remagen und Walporzheim vier mechanische Anlagen aus den 50er Jahren. Dort könnten Weichen und Signale bereits per Mausklick elektronisch von einem Gebäude in Ahrweiler aus gestellt werden statt wie bisher mit Muskelkraft der Mitarbeiter. Im April dieses Jahres begannen zudem die Arbeiten an den Verkehrsstationen.

Die Flutkatastrophe in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz zerstörte im Sommer 2021 sieben Regionalverkehrsstrecken so sehr, dass sie neu gebaut oder umfangreich saniert werden mussten. Die Deutsche Bahn schätzte den Schaden auf 1,3 Milliarden Euro.


Bildnachweis: © Thomas Frey/dpa
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