Bei einem der stärksten Erdbeben der letzten zehn Jahre in Niedersachsen sind im Landkreis Diepholz leichtere Schäden an Gebäuden entstanden. Das Erdbeben um 12.07 Uhr habe eine Lokalmagnitude von 3,6 erreicht, sagte ein Sprecher des niedersächsischen Landesamtes für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG). Magnitude bezeichnet die Stärke eines Erdbebens. Das Epizentrum lag bei Syke, rund 20 Kilometer südlich von Bremens Landesgrenze. «Es dürfte in einem Umkreis von 15 Kilometern zu spüren gewesen sein», sagte der Sprecher. Ein Zusammenhang mit der örtlichen Erdgasförderung sei «sehr wahrscheinlich». Im Epizentrum liegt das Erdgasfeld Klosterseelte/Kirchseelte/Ortholz des Unternehmens ExxonMobil. Eine Stunde nach dem Beben seien beim Landesamt bereits 30 Meldungen von Betroffenen eingegangen, sagte der Sprecher. Berichtet worden sei von leichten Schäden wie Rissen im Innen- oder Außenputz, klappernden Fenstern und Türen sowie kleineren umgefallenen Gegenständen. ExxonMobil teilte mit, dass nach derzeitigen Erkenntnissen aufgrund der räumlichen Nähe ein Zusammenhang mit der Erdgasförderung «nicht auszuschließen» sei. Aktuell werde allerdings kein Erdgas aus diesem Feld gefördert. Betroffene könnten sich beim Unternehmen melden. In der Nacht zum Sonntag kam es auch in Emlichheim in der Grafschaft Bentheim nahe der niederländischen Grenze zu einer Erschütterung, das mit einer Magnitude von 2,0 allerdings deutlich schwächer ausfiel als in Syke. Auch dort sei ein Zusammenhang zur Erdgasförderung anzunehmen, teilte das Landesamt mit. Die Förderung von Erdgas kann den Angaben zufolge zu Spannungen im tiefen Untergrund führen. Wenn die Spannungen an Schwächezonen im Untergrund impulsartig abgebaut werden, könne es zu spürbaren Erschütterungen an der Oberfläche kommen. Zuletzt ereigneten sich im November 2019 am Erdgasfeld Völkersen im Landkreis Verden zwei Erdbeben mit Lokalmagnituden von 3,2 und 3,0, die von der Bevölkerung stark verspürt wurden. Das bisher stärkste Beben in Niedersachsen wurde 2004 in Rotenburg/Wümme mit einer Magnitude von 4,5 gemessen. Im Jahr 2005 wurde die Erde in Syke mit einer Magnitude von 3,8 erschüttert.Erschütterung auch nahe der niederländischen Grenze
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Erde bei Syke in Niedersachsen bebt
Im Nordwesten Niedersachsens kommt es immer wieder zu leichteren Erdbeben. Als wahrscheinliche Ursache gilt die Erdgasförderung in der Region. Am Montag bebte die Erde bei Syke.
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