29. Mai 2026 / Aus aller Welt

Ermittler: Herzstillstand wohl Ursache für tödlichen Unfall

Ein 16-sekündiger Herzstillstand bei der Autofahrerin soll zum Unfall in Dinslaken geführt haben, bei dem zwei Schüler starben. Ein implantiertes Gerät der Frau lieferte entscheidende Hinweise.

Ein Polizist an der Unfallstelle in Dinslaken
Veröffentlicht am 29. Mai 2026 um 12:37 Uhr

Die Autofahrerin, die am Mittwochmorgen in Dinslaken mit ihrem Wagen in eine Gruppe von Schülern gefahren ist, hatte nach Erkenntnissen der Ermittler einen 16-sekündigen Herzstillstand. Das hat nach dpa-Informationen aus Polizeikreisen die Auswertung eines sogenannten Ereignisrekorders ergeben, den die Frau implantiert hatte. Die Polizei geht davon aus, dass der Herzstillstand ursächlich für den Unfall war. «Bild» hatte zuvor berichtet.

Die Frau hatte laut Staatsanwaltschaft bereits im Mai vergangenen Jahres wegen eines plötzlichen Ohnmachtsanfalls am Steuer einen Unfall verursacht. Danach sei ihr das Gerät eingesetzt worden. Ein Ereignisrekorder überwacht die Herzaktivität kontinuierlich. Zur Frage des Herzstillstands wollte die Staatsanwaltschaft Duisburg am Freitag keine Angaben machen.

Führerscheinbehörde: Frau durfte ohne Auflagen Auto fahren

Die 47-Jährige war am Morgen kurz vor Schulbeginn mit ihrem Auto in eine Gruppe von drei zwölfjährigen Jungen gefahren - Schüler des Dinslakener Otto-Hahn-Gymnasiums, die auf Fahrrädern auf dem Weg zum Unterricht waren. Zwei der Zwölfjährigen wurden so schwer verletzt, dass sie später im Krankenhaus starben. Der Dritte erlitt nur leichte Verletzungen und musste nicht im Krankenhaus behandelt werden. 

Gegen die Autofahrerin wird laut Staatsanwaltschaft wegen fahrlässiger Tötung ermittelt. Laut der zuständigen Führerscheinstelle beim Kreis Wesel durfte die 47-Jährige trotz des ersten Unfalls Auto fahren. «Nach eingehender und abschließender Auswertung der erforderlichen medizinischen Unterlagen bestand keine rechtliche Grundlage zum Entzug der Fahrerlaubnis oder zur Erteilung von Auflagen», so eine Sprecherin.


Bildnachweis: © Fabian Strauch/dpa
Copyright 2026, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten

Meistgelesene Artikel

Goldener Kamm in Gütersloh
Kreishandwerkerschaft Gütersloh-Bielefeld

Am 11. Oktober treten die besten Nachwuchsfriseure aus Nordwestdeutschland in der Stadthalle Gütersloh gegeneinander...

weiterlesen...
Kampf gegen Feuer in Belgien - Weiter Bangen auch in NRW
Aus aller Welt

Das Feuer aus Belgien rückt zwar nicht weiter Richtung Monschau in der Eifel vor. Von Normalität ist man aber sehr weit weg, das Bangen bleibt. Rufe und Forderungen aus und an die Politik werden laut.

weiterlesen...
Brand im Hohen Venn: Evakuierung bei Monschau angeordnet
Aus aller Welt

Wegen des Waldbrandes im Hohen Venn müssen Anwohner in Deutschland ihre Häuser verlassen. Eine Notunterkunft ist eingerichtet.

weiterlesen...

Neueste Artikel

Zug in Frankreich entgleist - über 40 Verletzte
Aus aller Welt

Ein Teil eines Zugs mit rund 180 Passagieren ist in Nordfrankreich nach einer Kollision entgleist. Mehr als 40 Menschen wurden nach vorläufigen Angaben verletzt, darunter eine Frau schwer.

weiterlesen...
Zwölf Tote bei Autounfall in Russland
Aus aller Welt

Auf einer Fernstraße im Nordwesten Russlands stoßen drei Fahrzeuge zusammen. Für viele Menschen endet der Unfall tödlich.

weiterlesen...

Weitere Artikel derselben Kategorie

Zug in Frankreich entgleist - über 40 Verletzte
Aus aller Welt

Ein Teil eines Zugs mit rund 180 Passagieren ist in Nordfrankreich nach einer Kollision entgleist. Mehr als 40 Menschen wurden nach vorläufigen Angaben verletzt, darunter eine Frau schwer.

weiterlesen...
Zwölf Tote bei Autounfall in Russland
Aus aller Welt

Auf einer Fernstraße im Nordwesten Russlands stoßen drei Fahrzeuge zusammen. Für viele Menschen endet der Unfall tödlich.

weiterlesen...