Schwere Regenfälle in Nordkorea dürften die Ernteerträge deutlich reduzieren. Laut einem am Montag publizierten Bericht der Welternährungsorganisation haben die extremen Niederschläge im Monat Juli zu Staunässe auf Reis- und Maisfeldern geführt. In den Provinzen Hwanghae und Pyongan, die als wichtigste landwirtschaftliche Anbaugebiete Nordkoreas gelten, lagen die Niederschlagsmengen im Juli bis zu über 80 Prozent über dem Jahresdurchschnitt. Noch bis Oktober sind erhöhte Regenfälle prognostiziert, heißt es in dem Bericht weiter. Zudem würde sich durch die erhöhten Temperaturen im August das Risiko für einen Schädlingsbefall der Ernteerträge erhöhen. Nordkorea ist wegen regelmäßiger Naturkatastrophen und einer jahrzehntelangen Misswirtschaft auf Nahrungshilfe von außen angewiesen. Ein erheblicher Teil der Bevölkerung gilt laut Schätzungen als chronisch unterernährt. Ende Juli räumten nordkoreanische Staatsmedien im Nordwesten des Landes starke Flutschäden ein. So sollen laut der Nachrichtenagentur KCNA entlang der Grenzstadt Sinuiju nahe China über 4.000 Haushalte betroffen und knapp 3.000 Hektar an Ackerland beschädigt worden sein. KCNA machte keine Angaben zu möglichen Todesopfern. Nordkorea gilt aufgrund der starken Abholzungsrate seiner Waldflächen als besonders anfällig für Überschwemmungen.
Bildnachweis: © Kyodo/dpa
Copyright 2024, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten
Ernte in Nordkorea durch starke Niederschläge in Gefahr
Laut Welternährungsorganisation bedrohen Staunässe und Schädlingsbefall die Ernte in Nordkorea. Im Juli haben sintflutartige Regenfälle Teile des Landes verwüstet.
Meistgelesene Artikel
- 27. August 2026
Goldener Kamm in Gütersloh
Am 11. Oktober treten die besten Nachwuchsfriseure aus Nordwestdeutschland in der Stadthalle Gütersloh gegeneinander...
- 17. August 2026
Kampf gegen Feuer in Belgien - Weiter Bangen auch in NRW
Das Feuer aus Belgien rückt zwar nicht weiter Richtung Monschau in der Eifel vor. Von Normalität ist man aber sehr weit weg, das Bangen bleibt. Rufe und Forderungen aus und an die Politik werden laut.
- 16. August 2026
Brand im Hohen Venn: Evakuierung bei Monschau angeordnet
Wegen des Waldbrandes im Hohen Venn müssen Anwohner in Deutschland ihre Häuser verlassen. Eine Notunterkunft ist eingerichtet.
Neueste Artikel
- 16. September 2026
Malaria bei Anwohnern von Flughafen - wie kam es dazu?
In Frankfurt sind erneut Menschen an der tropischen Variante von Malaria erkrankt – diesmal mehrere Kilometer vom Flughafen entfernt. Was zu den Hintergründen der nun insgesamt acht Fälle bekannt ist.
- 16. September 2026
KI-Kameras und neue Konzepte: Wiesn-Sicherheit verstärkt
Ein überfülltes Festgelände, Panik - und ganz viel Glück. Das Oktoberfest ist im vergangenen Jahr womöglich knapp an einer Katastrophe vorbeigeschrammt. Das soll nicht noch mal passieren.
Weitere Artikel derselben Kategorie
- 16. September 2026
Malaria bei Anwohnern von Flughafen - wie kam es dazu?
In Frankfurt sind erneut Menschen an der tropischen Variante von Malaria erkrankt – diesmal mehrere Kilometer vom Flughafen entfernt. Was zu den Hintergründen der nun insgesamt acht Fälle bekannt ist.
- 16. September 2026
KI-Kameras und neue Konzepte: Wiesn-Sicherheit verstärkt
Ein überfülltes Festgelände, Panik - und ganz viel Glück. Das Oktoberfest ist im vergangenen Jahr womöglich knapp an einer Katastrophe vorbeigeschrammt. Das soll nicht noch mal passieren.

