14. Mai 2026 / Aus aller Welt

Experten: Höheres Unfallrisiko an Vatertag durch Alkohol

Bereits in der Nacht zu Christi Himmelfahrt stoppt die Polizei erste Autofahrer mit Alkohol. Der Verkehrssicherheitsrat warnt eindringlich.

Laut Experten besteht zu Himmelfahrt ein höheres Risiko von Unfällen bedingt durch Alkoholkonsum. (Symbolbild)
Veröffentlicht am 14. Mai 2026 um 09:30 Uhr

Die ersten Autofahrer mit Alkohol am Steuer hat die Polizei bereits in der Nacht zu Christi Himmelfahrt gestoppt: Experten zufolge ist das Risiko von Unfällen unter Alkoholeinfluss an Vatertag dreimal so hoch wie an einem durchschnittlichen Tag im Jahr. Das hat der Deutsche Verkehrssicherheitsrat auf Grundlage von Daten des Statistischen Bundesamtes im Vorfeld des Feiertags mitgeteilt. Demnach passierten am Vatertag - oder auch Herrentag - vor einem Jahr bundesweit 284 Unfälle, weil Alkohol im Spiel war. Dabei seien insgesamt 64 Menschen schwer und 167 leicht verletzt worden.

Erste Polizeibilanz

Die ersten Unfälle meldete die Polizei bereits. In Rheinland-Pfalz stieß kurz nach Mitternacht ein 45-Jähriger mit seinem Auto in Bad Kreuznach gegen einen Baum. «Der Fahrer setzte seine Fahrt nach der Kollision jedoch unbeirrt fort», teilten die Beamten mit. Wenig später habe er seinen Wagen auf einem Parkplatz abgestellt, sei aber von Polizisten aufgegriffen worden. Bei ihm wurden 1,86 Promille Atemalkohol festgestellt. 

Ebenfalls in Rheinland-Pfalz westlich von Mainz prallte ein Autofahrer gegen einen geparkten Wagen in Windesheim. Laut Polizei fuhr der 32-Jährige weiter - der mutmaßliche Fahrer sei wenig später mit 2,1 Promille gestellt worden. Auch bei einer Verkehrskontrolle in Kaiserslautern wurde nach Polizeiangaben bei einem jungen Autofahrer Alkohol festgestellt - ebenso bei einem 27-Jährigen im thüringischen Apolda.

Appell von Experten: Kein Alkohol am Steuer 

«Verkehrssicherheit braucht klare Regeln – und verständlich ist nur eine einzige: Kein Alkohol am Steuer oder auf dem Fahrrad – weder an Himmelfahrt, noch an einem anderen Tag des Jahres», wurde der Hauptgeschäftsführer des Verkehrssicherheitsrates, Stefan Grieger, in einer Mitteilung zitiert. «Das Grundrecht auf Leben und körperliche Unversehrtheit hat auch an Feiertagen Vorrang vor jeder Trinktradition.»

Der ADAC warnt, viele Autofahrerinnen und -fahrer seien sich nicht bewusst, dass auch der Konsum von geringen Mengen Alkohol Einfluss auf die Fahrtüchtigkeit habe. «Ab 0,5 Promille kann die Reaktionsfähigkeit deutlich nachlassen.» Zudem steige das Aggressionspotenzial.

Der Verkehrssicherheitsrat wurde 1969 gegründet und setzt sich nach eigenen Angaben für mehr Sicherheit im Straßenverkehr ein.


Bildnachweis: © Soeren Stache/dpa
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