Auch die im Herbst weiterhin anhaltende Trockenheit hat in weiten Teilen Spaniens einen Wassernotstand ausgelöst. 46,6 Prozent der gesamten Landesfläche sei inzwischen von mangelnden Niederschlägen betroffen, berichtete der staatliche TV-Sender RTVE am Samstag unter Berufung auf einen Bericht des Umweltministeriums in Madrid. Zunehmend kritisch sei die Situation unter anderem in Sevilla im Süden und im Großraum von Barcelona im Nordosten des Landes, schrieb das Umweltministerium in einem Expertenbericht. Wissenschaftler gehen von einem Zusammenhang mit dem Klimawandel aus. Zwar gab es Dürren auch schon früher wie etwa 2008, aber durch die Erderwärmung werden sie in den Regionen rund um das Mittelmeer häufiger und länger, betonte das Umweltministerium in seinem Bericht. In Katalonien regnet es seit rund zwei Jahren viel weniger als im Durchschnitt früherer Jahre. Die Stauseen zur Versorgung der dicht besiedelten Region seien deshalb nur noch zu 33,8 Prozent gefüllt, wie das Umweltministerium weiter mitteilte. Wäre nach der letzten großen Dürre 2008 nicht eine große Anlage zur Entsalzung von Meerwasser in El Prat bei Barcelona gebaut worden, hätte es schon ab dem vergangenen Sommer Einschränkungen beim Wasserverbrauch gegeben, berichtete die Zeitung «El País» unter Berufung auf Experten. Die 2009 fertiggestellte Anlage mit einer Jahreskapazität von 60 Milliarden Litern Trinkwasser laufe auf Hochtouren. Bisher ordnete die Regionalregierung in Barcelona in mehr als 500 Gemeinden Kataloniens Einschränkungen beim Wasserverbrauch an, wie aus einem am Freitag im Amtsblatt veröffentlichten Dekret hervorgeht. Sie gelten demnach zunächst für die Industrie und die Landwirtschaft. Vielerorts sind nach der Verordnung auch die Befüllung von Swimmingpools sowie die Bewässerung von Gärten, Parks, Golfplätzen oder die Autowäsche eingeschränkt. Die Versorgung mit Trinkwasser für die Hygiene und zum Kochen sei hingegen nicht gefährdet und auch für 2023 gesichert, berichtete die Zeitung «La Vanguardia» unter Berufung auf die Behörden in Barcelona. Weniger Regen in Katalonien
Einschränkungen beim Wasserverbrauch
Picture credit: © Emilio Morenatti/AP/dpa
Copyright 2022, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten
Fast die Hälfte von Spanien auch im Herbst von Dürre bedroht
In weiten Teilen Spaniens regnet es auch im Herbst kaum. Das sorgt für einen Wasernotstand. Besonders in Sevilla und im Großraum Barcelona ist die Situation zunehmend kritisch.
Meistgelesene Artikel
- 27. August 2026
Goldener Kamm in Gütersloh
Am 11. Oktober treten die besten Nachwuchsfriseure aus Nordwestdeutschland in der Stadthalle Gütersloh gegeneinander...
- 17. August 2026
Kampf gegen Feuer in Belgien - Weiter Bangen auch in NRW
Das Feuer aus Belgien rückt zwar nicht weiter Richtung Monschau in der Eifel vor. Von Normalität ist man aber sehr weit weg, das Bangen bleibt. Rufe und Forderungen aus und an die Politik werden laut.
- 16. August 2026
Brand im Hohen Venn: Evakuierung bei Monschau angeordnet
Wegen des Waldbrandes im Hohen Venn müssen Anwohner in Deutschland ihre Häuser verlassen. Eine Notunterkunft ist eingerichtet.
Neueste Artikel
- 9. September 2026
Paracetamol in Schwangerschaft? Mögliche Folgen für Töchter
Paracetamol gilt in der Schwangerschaft als Mittel der Wahl gegen Schmerzen und Fieber. Eine Studie deutet nun darauf hin, dass das Medikament die Fortpflanzungsorgane von Töchtern beeinflussen kann.
- 8. September 2026
Störung verursacht Chaos an Flughäfen in Großbritannien
Viele Maschinen müssen wegen einer Störung in Großbritannien vorerst am Boden bleiben. Die Auswirkungen sind auch in Deutschland zu spüren.
Weitere Artikel derselben Kategorie
- 9. September 2026
Paracetamol in Schwangerschaft? Mögliche Folgen für Töchter
Paracetamol gilt in der Schwangerschaft als Mittel der Wahl gegen Schmerzen und Fieber. Eine Studie deutet nun darauf hin, dass das Medikament die Fortpflanzungsorgane von Töchtern beeinflussen kann.
- 8. September 2026
Störung verursacht Chaos an Flughäfen in Großbritannien
Viele Maschinen müssen wegen einer Störung in Großbritannien vorerst am Boden bleiben. Die Auswirkungen sind auch in Deutschland zu spüren.

