13. Februar 2022 / Aus aller Welt

«Fast ein Wunder»: Uroma Mina übersteht Corona und wird 109

Über Weihnachten erkrankte Uroma Mina Hehn schwer an Covid-19. Nun ist sie wieder genesen - und kann einen besonderen Tag feiern.

Anlass zum Feiern: Mina Hehn ist am Sonntag 109 Jahre alt geworden.
Veröffentlicht am 13. Februar 2022 um 15:40 Uhr

Mina Hehn hat über Weihnachten eine schwere Covid-19-Erkrankung überstanden und am Sonntag in Stuttgart ihren 109. Geburtstag gefeiert.

Nun ist sie fideler denn je. «Ja, ich bin a bissle fitter als an meinem letzten Geburtstag», sagt die alte Dame der Deutschen Presse-Agentur. Das liege auch daran, dass die «Abtrennung» endlich vorbei sei. Vor einem Jahr konnte ihre Familie sie während des Lockdowns im Pflegeheim kaum besuchen. «Abwechslung hat man schon gern.» Durften die Verwandten ihr zum 108. Geburtstag nur vom Garten aus ein Ständchen singen, ging es diesmal mit Tochter, Enkeln und Urenkeln ins Café. Dort wartete ein Kuchen in Herz-Form.

Größter Wunsch, wieder zu Hause zu sein

Ins Café gehen sei früher nicht so ihr Faible gewesen, da ist sie ganz sparsame Schwäbin. «Ich bin lieber daheim geblieben, da kann man so viel Kaffee trinken, bis man genug hat.» Überhaupt wäre ihr größter Wunsch zum Geburtstag, wieder daheim zu sein. Bis sie 105 war, hat sie allein in ihrer Wohnung gelebt. Nur ihre Tochter kam regelmäßig vorbei, um ihr Essen zu bringen.

Dass Hehn Corona an Weihnachten überstanden hat, sei «fast ein Wunder», sagt ihre Tochter. Zehn Tage sei ihre Mutter, die zweimal geimpft war, in Quarantäne gewesen. Sie hatte hohes Fieber und Gliederschmerzen, essen wollte sie auch nicht mehr. Weil der Arzt Sorge hatte, dass die 108-Jährige es nicht übersteht, durfte ihr Enkel jeden Abend beim Essen helfen - aber nur im Schutzanzug. Doch die Pflegekräfte wollten Mina nicht aufgeben. Es dürfe nicht sein, dass ihre älteste Bewohnerin jetzt an Covid stirbt, war die Losung. Und so lebt Mina Hehn weiter. «Gern sterben möchte ich nicht», sagt sie. «Aber es ist ein Muss.»


Bildnachweis: © Marijan Murat/dpa
Copyright 2022, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten

Meistgelesene Artikel

Wasser knapp: Münchner dürfen nicht mehr Rasen sprengen
Aus aller Welt

Ein trockenes Frühjahr und heiße Sommerwochen: Die Wasserversorgung in München kommt an ihre Grenzen. Wie die Stadt gegensteuert, und was das für Verbraucher bedeutet.

weiterlesen...
Jetzt noch eine Ausbildung im Handwerk beginnen? Es ist nicht zu spät!
Kreishandwerkerschaft Gütersloh-Bielefeld

Obwohl der offizielle Start des Ausbildungsjahres am 1. August liegt, ist es keineswegs zu spät, sich auch jetzt oder...

weiterlesen...
Drei Stunden Stau am Schweizer Gotthard-Tunnel
Aus aller Welt

Blechlawinen vor dem Gotthard-Tunnel, Proteste in Amsteg: Wie Urlauber und Anwohner unter dem Mega-Stau leiden – und welche Alternativen es gibt.

weiterlesen...

Neueste Artikel

Plötzlich wird es still am Trümmerberg in Cali
Aus aller Welt

In Kolumbiens Stadt Cali halten Menschen an einem eingestürzten Gebäude den Atem an. An den Trümmern helfen Freiwillige, beten Angehörige – und plötzlich gibt es Grund zur Hoffnung.

weiterlesen...
Nach Sonnenfinsternis: Patienten beklagen Augenschmerzen
Aus aller Welt

Schwindel, Brennen und Flecken: Nach der Sonnenfinsternis suchen einige Menschen mit Beschwerden die Augenkliniken auf. Was die Ärzte dazu sagen und was passiert, wenn Warnungen ignoriert werden.

weiterlesen...

Weitere Artikel derselben Kategorie

Plötzlich wird es still am Trümmerberg in Cali
Aus aller Welt

In Kolumbiens Stadt Cali halten Menschen an einem eingestürzten Gebäude den Atem an. An den Trümmern helfen Freiwillige, beten Angehörige – und plötzlich gibt es Grund zur Hoffnung.

weiterlesen...
Nach Sonnenfinsternis: Patienten beklagen Augenschmerzen
Aus aller Welt

Schwindel, Brennen und Flecken: Nach der Sonnenfinsternis suchen einige Menschen mit Beschwerden die Augenkliniken auf. Was die Ärzte dazu sagen und was passiert, wenn Warnungen ignoriert werden.

weiterlesen...