32 Jahre nach dem Mord an einer Dortmunderin ist ein 60-Jähriger unter dringendem Tatverdacht festgenommen worden. Der Zugriff sei auf offener Straße erfolgt, der Mann sitze in Untersuchungshaft, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft Dortmund mit. Am vergangenen Freitag hatten die Ermittler über länger zurückliegende ungelöste Tötungsdelikte - sogenannte Cold Cases - berichtet. Dabei hatten sie auch den Mord an einer 28 Jahre alten Dekorateurin 1991 in Dortmund in den Fokus gerückt, der neu aufgerollt werde. Es habe sich um einen Gewalt-Exzess gehandelt, nach Spurenlage sei von mindestens zwei Tätern auszugehen, hatte ein Ermittler geschildert. Man habe die DNA des Täters, allerdings keinen Treffer in der DNA-Datenbank, tappe also weiter im Dunklen und hoffe auf Hinweise aus der Bevölkerung. Am Montag kam es nun zu der Festnahme des 60-Jährigen. «Wir gehen aufgrund der Spurenlage und der Verletzungen davon aus, dass es einen weiteren Täter geben könnte», erläuterte Kriminalhauptkommissar Gregor Schmidt, Leiter der Ermittlungsgruppe «Cold Case», in einer Mitteilung. Der Fall soll noch am Abend (20.15 Uhr) in der ZDF-Sendung «Aktenzeichen XY» vorgestellt werden. Staatsanwältin Gülkiz Yazir sagte, man hoffe auf weitere Hinweise aus der Öffentlichkeit. Die Täter seien damals vermutlich durch einen Kellerschacht ins Haus gelangt. Die Staatsanwaltschaft Dortmund hat für den entscheidenden Hinweis eine Belohnung von 5000 Euro ausgesetzt.
Bildnachweis: © Bernd Thissen/dpa
Copyright 2024, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten
Festnahme in Mordfall an Dortmunderin 32 Jahre nach der Tat
Erst am Freitag wurde über den Cold Case berichtet. Der Fall einer getöteten 28-Jährigen wurde neu aufgerollt. Nun gab es eine Festnahme auf offener Straße.
Meistgelesene Artikel
Das Verschwinden der Mutter von US-Moderatorin Savannah Guthrie sorgte in den USA Anfang des Jahres für großes Aufsehen. Nun berichten US-Medien über eine mutmaßliche Nachricht der Entführer.
- 30. Juni 2026
45-Jähriger in U-Haft - Trauer nach Tat in Stade
Ein Termin zum Sorgerecht für ein Baby endet tödlich. Sechs Menschen, die vermitteln und helfen wollten, sterben. Am Tag danach kommt der 45-Jährige in U-Haft.
Sechs Tote, mehrere Verletzte: Ein Gewaltverbrechen erschüttert eine Jugendhilfeeinrichtung im niedersächsischen Stade. Die Behörden teilen erste Erkenntnisse.
Neueste Artikel
- 13. Juli 2026
Deutscher stirbt bei Absturz mit Gleitschirm am Gardasee
Erst am Wochenende zwei tödliche Unfälle - nun schon wieder: Nach dem Start verliert ein 61 Jahre alter Urlauber in Italien die Kontrolle über sein Fluggerät. Alle Hilfe kommt zu spät.
- 13. Juli 2026
Social-Media-Verbot? Was Experten von der Leyen raten
Ab wann ist man alt genug für TikTok, Snapchat und Co.? Experten sollten für die EU-Kommission klären, ob es ein Social-Media-Verbot braucht. Ihre Antworten sind auch für die deutsche Debatte wichtig.
Weitere Artikel derselben Kategorie
- 13. Juli 2026
Deutscher stirbt bei Absturz mit Gleitschirm am Gardasee
Erst am Wochenende zwei tödliche Unfälle - nun schon wieder: Nach dem Start verliert ein 61 Jahre alter Urlauber in Italien die Kontrolle über sein Fluggerät. Alle Hilfe kommt zu spät.
- 13. Juli 2026
Social-Media-Verbot? Was Experten von der Leyen raten
Ab wann ist man alt genug für TikTok, Snapchat und Co.? Experten sollten für die EU-Kommission klären, ob es ein Social-Media-Verbot braucht. Ihre Antworten sind auch für die deutsche Debatte wichtig.

