17. Oktober 2024 / Aus aller Welt

Frau fällt nach Party auf Mallorca in Container und stirbt

Eine junge Frau geht auf Mallorca aus und will anschließend mit dem Bus nach Hause fahren. Plötzlich verliert sich ihre Spur. Die Polizei klärt den Fall nun auf.

Der tragische Unfall geschah auf der Partyinsel unweit des Jachthafens. (Foto Archiv)
Veröffentlicht am 17. Oktober 2024 um 19:38 Uhr

Eine seit gut zwei Wochen nach einer Partynacht auf Mallorca vermisste junge Frau ist nach Überzeugung der Polizei in einen Straßenmüllcontainer gefallen und ums Leben gekommen. Obwohl bisher keine Leiche gefunden wurde, geht die Polizei der spanischen Urlaubsinsel von einem Unfall ohne Fremdeinwirkung aus. «Wir schließen alle anderen Theorien aus», sagte der stellvertretende Polizeichef Mallorcas, Fernando Reboyras.

Die Polizei ist davon überzeugt, dass die 24-Jährige in der Nacht vom 1. auf den 2. Oktober nach einer Partynacht nahe dem Jachthafen von Palma auf den Bus wartete, als sie plötzlich an der Haltestelle wohl «irgendetwas» aus dem Container holen wollte. Nach der Rekonstruktion der Ermittler fiel sie dabei hinein. Sie sei dann auch wegen ihres angetrunkenen Zustandes, von dem Zeugen berichtet hätten, nicht mehr herausgekommen.

Überleben im Müllwagen laut Polizei «unmöglich»

Kurz danach sei der Container von einem Müllwagen geleert worden. Das Fahrzeug sei anschließend zur Verbrennungsanlage Son Reus bei Palma gefahren. Die Frau dürfte bereits auf der Fahrt gestorben sein, denn im Inneren des Fahrzeugs gebe es keinen Sauerstoff. Die Fahrzeuge sind zudem mit einer Presse versehen, die den Abfall zusammendrückt. «Es ist unmöglich, im Müllwagen zu überleben», sagte der Chef des Ermittlerteams, Ángel Ruiz.

Dass die Überreste noch nicht gefunden wurden, liegt nach den bisherigen Erkenntnissen wohl daran, dass die gebürtige Argentinierin in der Müllverarbeitungsanlage verbrannt worden sei. Es sei alles sehr traurig, sagte Chefermittler Ruiz.


Bildnachweis: © Clara Margais/dpa
Copyright 2024, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten

Meistgelesene Artikel

Wasser knapp: Münchner dürfen nicht mehr Rasen sprengen
Aus aller Welt

Ein trockenes Frühjahr und heiße Sommerwochen: Die Wasserversorgung in München kommt an ihre Grenzen. Wie die Stadt gegensteuert, und was das für Verbraucher bedeutet.

weiterlesen...
Jetzt noch eine Ausbildung im Handwerk beginnen? Es ist nicht zu spät!
Kreishandwerkerschaft Gütersloh-Bielefeld

Obwohl der offizielle Start des Ausbildungsjahres am 1. August liegt, ist es keineswegs zu spät, sich auch jetzt oder...

weiterlesen...
Drei Stunden Stau am Schweizer Gotthard-Tunnel
Aus aller Welt

Blechlawinen vor dem Gotthard-Tunnel, Proteste in Amsteg: Wie Urlauber und Anwohner unter dem Mega-Stau leiden – und welche Alternativen es gibt.

weiterlesen...

Neueste Artikel

Totale Sonnenfinsternis gestartet - ein Millionenspektakel
Aus aller Welt

Die totale Sonnenfinsternis zieht von Sibirien bis Spanien. In Deutschland verdeckt der Mond die Sonne immerhin noch zum Teil. Doch in der Nacht bietet der Himmel noch ein Schauspiel.

weiterlesen...
Ebola: WHO warnt vor Rekord-Epidemie im Kongo
Aus aller Welt

Die WHO schlägt Alarm: Im Kongo breitet sich Ebola so schnell aus wie nie zuvor. Warum der Kampf gegen die Krankheit so schwierig ist.

weiterlesen...

Weitere Artikel derselben Kategorie

Totale Sonnenfinsternis gestartet - ein Millionenspektakel
Aus aller Welt

Die totale Sonnenfinsternis zieht von Sibirien bis Spanien. In Deutschland verdeckt der Mond die Sonne immerhin noch zum Teil. Doch in der Nacht bietet der Himmel noch ein Schauspiel.

weiterlesen...
Ebola: WHO warnt vor Rekord-Epidemie im Kongo
Aus aller Welt

Die WHO schlägt Alarm: Im Kongo breitet sich Ebola so schnell aus wie nie zuvor. Warum der Kampf gegen die Krankheit so schwierig ist.

weiterlesen...