In der Nähe der australischen Metropole Melbourne ist ein Grasfeuer außer Kontrolle geraten. Betroffen war die Region um den Ort Flowerdale, etwa 90 Kilometer nördlich der Millionenstadt an der Ostküste. Bis zum Mittwoch habe sich der großflächige Brand auf mehr als 700 Hektar Land ausgedehnt, berichtete die Zeitung «Sydney Morning Herald» unter Berufung auf die Behörden. Die Feuerwehr versuchte, Häuser in der Region vor den Flammen zu schützen. Anwohner wurden aufgefordert, Warnungen zu beachten und sich auf eine mögliche Flucht vorzubereiten. Rund 350 Einsatzkräfte bekämpften den Brand in dem unwegsamen Gelände unter anderem aus der Luft mit einem Dutzend Löschflugzeugen und Hubschraubern. Das Wetter kam der Feuerwehr derweil nicht zur Hilfe: Meteorologen sagten für den Bundesstaat Victoria eine Hitzewelle voraus, die mindestens drei Tage anhalten soll. Bei vielen Bürgern wurden Erinnerungen an die katastrophalen Buschfeuer in Victoria im Februar 2009 wach, die auch in Flowerdale gewütet hatten. Die so genannten Black-Saturday-Bushfires gelten als die größte Brandkatastrophe Australiens. Es gab 173 bestätigte Todesopfer, 3500 Gebäude wurden zerstört. Experten warnten, dass Australien nach drei extrem nassen Jahren in diesem Jahr erneut von verheerenden Buschfeuern betroffen sein könnte. Besonders Gras, aber auch andere Pflanzen seien in dieser Zeit sehr stark gewachsen, zitierten Medien den früheren Feuerwehrchef von New South Wales, Greg Mullins. Wenn es dann wieder heiß werde, drohten besonders heftige Feuer. «Wenn wir Tage wie 2019 und 2020 erleben – mit starken Westwinden, sehr hohen Temperaturen um die 40 Grad und relativ niedriger Luftfeuchtigkeit – kann dies dazu führen, dass Grasbrände nicht mehr beherrschbar sind und sich in etwas verwandeln, das wir noch nie zuvor gesehen haben», warnte Mullins.Hitzewelle erschwert Löscharbeiten
Feuerwehrchef spricht Warnung aus
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Grasfeuer lodert nördlich von Melbourne - Experten warnen
Der Brand ist nur schwer unter Kontrolle zu bekommen. Außerdem sorgt das heiße Wetter für zusätzliche Beunruhigung. Bewohner müssen mit möglichen Evakuierungen rechnen.
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