6. Juni 2021 / Aus aller Welt

Große Impfbereitschaft bei jungen Menschen in Deutschland

Knapp 60 Prozent der 16- bis 26-Jährigen hierzulande würden sich einer Umfrage zufolge sofort impfen lassen. Mancher allerdings mit «schlechtem Gefühl». Besonders viele junge Impf-Skeptiker hat Polen.

Der Impfstoff von Biontech/Pfizer war bereits für Menschen ab 16 Jahren zugelassen - grünes Licht für die Zulassung ab 12 bekam das Präparat Ende Mai.
Veröffentlicht am 6. Juni 2021 um 13:51 Uhr

Die Bereitschaft jüngerer Menschen in Deutschland zur Corona-Impfung ist laut einer Umfrage grundsätzlich hoch.

Nach den Ergebnissen einer im April durchgeführten Befragung würden sich 58 Prozent der 16- bis 26-Jährigen impfen lassen, wenn sie am nächsten Tag ein Impfangebot bekämen. Die Umfrage des Instituts YouGov im Auftrag der TUI Stiftung lag der Deutschen Presse-Agentur in Berlin vor. 47 Prozent dieser Impfwilligen würden sich «ohne jeden Zweifel» impfen lassen, neun Prozent «mit einem schlechten Gefühl».

Der Impfstoff von Biontech/Pfizer ist bereits für Menschen ab 16 zugelassen gewesen. Grünes Licht für die Zulassung ab 12 bekam das Präparat Ende Mai.

Nicht alle werden gleich einen Impftermin bekommen

Am Montag fällt in Deutschland die Priorisierung weg, durch die Corona-Impfungen bisher vor allem Älteren, Menschen mit Vorerkrankungen oder bestimmten Berufen vorbehalten waren. Bund und Länder wollen allen Minderjährigen ab 12 im Sommer ein Impfangebot machen.

Die Ärzteschaft mahnte wegen der begrenzten Impfstoffmengen zunächst zu Geduld. Auch Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hatte darauf hingewiesen, dass zum Ende der Priorisierung nicht gleich alle einen Termin bekommen könnten.

16 Prozent sagten bei der im April durchgeführten Umfrage, sie würden erst einmal abwarten, bis mehr Menschen geimpft seien. Lediglich 15 Prozent gaben an, sich nicht impfen lassen zu wollen.

Damit liegt die Impfbereitschaft jüngerer Menschen in Deutschland der Umfrage zufolge im Schnitt der großen europäischen Länder. Befragt wurden die 16- bis 26-Jährigen auch in Großbritannien, Frankreich, Spanien, Italien, Griechenland und Polen.

In Polen gibt es die meisten jungen Impfskeptiker

Den größten Anteil an jüngeren Menschen, die sich grundsätzlich nicht impfen lassen wollen, gibt es demnach mit 27 Prozent in Polen, gefolgt von Frankreich mit 24 Prozent. Die geringsten Anteile gibt es in Großbritannien (3 Prozent), Spanien und Italien (jeweils 7 Prozent).

Vorbehaltlos und ohne Zweifel Ja zur Impfung sagen 66 Prozent der Jüngeren in Großbritannien, 58 Prozent in Spanien, 56 Prozent in Italien - aber nur 25 Prozent in Polen, 29 Prozent in Frankreich und 34 Prozent in Griechenland.


Bildnachweis: © Till Simon Nagel/dpa-tmn/dpa
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