29. Oktober 2025 / Aus aller Welt

Großes Wohnhaus in der Türkei eingestürzt – Zwei Kinder tot

In der Türkei stürzt ein mehrstöckiges Gebäude plötzlich ein. Helfer suchen nach einer verschütteten Familie – für zwei Kinder kommt die Hilfe zu spät. Behörden rätseln über den Grund des Einsturzes.

Feuerwehrleute und Rettungskräfte suchen nach dem Einsturz eines Wohngebäudes nach Verschütteten.
Veröffentlicht am 29. Oktober 2025 um 16:01 Uhr

Ein Wohngebäude ist im Nordwesten der Türkei eingestürzt und hat eine fünfköpfige Familie unter sich begraben, darunter drei Kinder. Rettungskräfte bargen am Mittag zwei Leichen, bei denen es sich um den 12-jährigen Sohn und die 14-jährige Tochter der Familie handeln soll, wie der stellvertretende türkische Innenminister Mehmet Aktas sagte.

Die 18-jährige Tochter sei lebend aus den Trümmern geborgen und ins Krankenhaus gebracht worden. Nach den Eltern werde weiter gesucht. «Leider hören wir derzeit keine Stimmen, aber wir geben die Hoffnung nicht auf», so Aktas. Insgesamt sind laut dem Sender TRT mehr als 600 Helfer im Einsatz. Auf Bildern war zu sehen, wie ein Bagger Betonblöcke zur Seite schob.

Wegen eines Feiertags in der Türkei seien die anderen Bewohner des siebenstöckigen Hauses auf Ausflügen und nicht zu Hause gewesen, berichteten Medien.

Grund für Einsturz ist noch unbekannt

Warum das Gebäude im Bezirk Gebze nahe Istanbul am Morgen plötzlich einstürzte, war zunächst nicht bekannt. Medienberichten zufolge bemerkten Anwohner schon am Vortag Schäden. 

Das Haus wurde nach Angaben des Gouverneurs im Jahr 2012 errichtet und war damit vergleichsweise neu. Nachbarn sagten dem Sender CNN Türk, in der Nähe werde eine U-Bahn gebaut. Ob der Vorfall mit den Bauarbeiten oder aber mit einem Erdbeben vor zwei Tagen in der Westtürkei zusammenhängt, war unklar.

Am Montag hatte ein Erdbeben der Stärke 6,1 die westtürkische Provinz Balikesir erschüttert, gefolgt von zahlreichen Nachbeben. Obwohl Istanbul mehr als 200 Kilometer vom Epizentrum entfernt liegt, war das Hauptbeben auch in der Millionenmetropole deutlich zu spüren.


Bildnachweis: © Cihan Atik/IHA/AP/dpa
Copyright 2025, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten

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