Mit Hunderten Drohnen will die Royal Mail künftig die Post in abgelegene Gebiete wie die schottischen Shetland-Inseln in der Nordsee und die südwestenglischen Scilly-Inseln fliegen. In den kommenden drei Jahren sollen 50 neue Routen eingeführt werden, wie die BBC am Donnerstag berichtete. Zuletzt testete der Postdienst die Drohnenbelieferung auf der 66 Kilometer weiten Strecke zwischen dem Shetland-Flughafen Tingwall und Unst, der nördlichsten bewohnten britischen Insel. Die Postboten sollen die Drohnen nicht ersetzen: Eine Haustür-Lieferung ist nicht geplant, da die unbemannten Flugkörper nicht auf der Stelle schweben können. Vielmehr sollen sie große Ladungen transportieren, die vor Ort dann ausgeliefert werden. Die britische Flugaufsicht muss dem Drohnen-Einsatz noch zustimmen. Mit einer Flügelspannweite von 10 Metern sind die Drohnen recht groß. Sie können 100 Kilogramm Gewicht bis zu 1000 Kilometer weit liefern. Ursprünglich waren sie für die Lieferung von Hilfsgütern in Afrika gedacht, wie der Chef des Drohnenprogramms bei der Royal Mail, Chris Paxton, sagte. «Sie ähneln stark einem kleinen Flugzeug. Der einzige Unterschied ist, dass kein Pilot an Bord ist.» Die Drohnen seien aber umweltfreundlicher, mit 30 Prozent weniger Emissionen als ein vergleichbares gesteuertes Flugzeug. Und sie seien auch schneller und flexibler als Fähren. Zudem seien sie weniger von schlechtem Wetter abhängig und könnten durch Nebel fliegen. Die Deutsche Post hatte ihr Paketdrohnen-Entwicklungsprojekt «Paketkopter» im Sommer 2021 eingestellt. Zustellungen mit Paketdrohnen in Deutschland seien nicht geplant, hieß es damals. Kein Ersatz für Postboten
Bildnachweis: © Colin Keldie/Sate/PA Media/dpa
Copyright 2022, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten
Hunderte Drohnen im Einsatz für die Post
Die Royal Mail will Kunden in abgelegenen Gebieten zukünftig mittels Drohnen die Post bringen. Eine Haustür-Lieferung ist allerdings nicht vorgesehen.
Meistgelesene Artikel
Das Verschwinden der Mutter von US-Moderatorin Savannah Guthrie sorgte in den USA Anfang des Jahres für großes Aufsehen. Nun berichten US-Medien über eine mutmaßliche Nachricht der Entführer.
- 30. Juni 2026
45-Jähriger in U-Haft - Trauer nach Tat in Stade
Ein Termin zum Sorgerecht für ein Baby endet tödlich. Sechs Menschen, die vermitteln und helfen wollten, sterben. Am Tag danach kommt der 45-Jährige in U-Haft.
Sechs Tote, mehrere Verletzte: Ein Gewaltverbrechen erschüttert eine Jugendhilfeeinrichtung im niedersächsischen Stade. Die Behörden teilen erste Erkenntnisse.
Neueste Artikel
Auf ihrem Ryanair-Flug nach Bayern hören Passagiere kurz nach dem Start einen lauten Knall. Eine Fensterscheibe zerbricht, es folgen dramatische Szenen - und ein wohl glimpfliches Ende des Vorfalls.
In Böblingen will ein Bestatter die Leiche eines Frühgeborenen abholen - und findet sie nicht. Später werden die sterblichen Überreste in einer Wäscherei entdeckt. Was ist passiert?
Weitere Artikel derselben Kategorie
Auf ihrem Ryanair-Flug nach Bayern hören Passagiere kurz nach dem Start einen lauten Knall. Eine Fensterscheibe zerbricht, es folgen dramatische Szenen - und ein wohl glimpfliches Ende des Vorfalls.
In Böblingen will ein Bestatter die Leiche eines Frühgeborenen abholen - und findet sie nicht. Später werden die sterblichen Überreste in einer Wäscherei entdeckt. Was ist passiert?

