27. Juli 2024 / Aus aller Welt

Iranische Regierung verordnet Hitzelockdown

Die jüngste Hitzewelle im Iran führte zu ernsthaften gesundheitlichen Problemen in der Bevölkerung. Jetzt hat die Regierung endlich reagiert und einen Lockdown verordnet.

Die iranische Regierung verordnet wegen der Hitzewelle und Temperaturen bis 50 Grad Celsius für das Wochenende einen Lockdown. (Archivbild)
Veröffentlicht am 27. Juli 2024 um 16:32 Uhr

Angesichts der Hitzewelle im Iran ordnet die Regierung einen Lockdown für das Wochenende an. Bei Temperaturen von 40 bis 50 Grad Celsius in weiten Landesteilen sollen Medienberichten zufolge am Samstag Behörden sowie Banken nur halbtags arbeiten, am Sonntag dann ganztags geschlossen bleiben. Die Hitzeperiode stelle ein seriöses Gesundheitsrisiko für die Bevölkerung dar und treibe auch den Stromkonsum enorm in die Höhe, begründete die Regierung ihre Entscheidung. Schulen und Universitäten sind im Juli wegen der Sommerferien geschlossen.

Ob es seit der zweiwöchigen Hitzewelle auch Tote gegeben habe, ist unklar. Viele Menschen, insbesondere Kinder und Senioren, erlitten jedoch Hitzschläge und mussten daher in Krankenhäusern behandelt werden. Besonders dramatisch ist die Lage im Süden und Südosten des Landes mit mehr als 50 Grad Celsius. Außerdem warnt der Wetterdienst in solchen Hitzeperioden vor Luftverschmutzung in Großstädten wie Teheran.

Flucht ans Kaspische Meer

Viele Großstadtbewohner, besonders in der Hauptstadt Teheran, sind in den letzten Tagen wegen der Hitze in den Norden des Landes geflüchtet. Am Kaspischen Meer hoffen sie auf mildere Temperaturen. Auch kommt es wegen des hohen Energiekonsums immer wieder zu stundenlangen Stromausfällen.

Der Iran mit seinen fast 90 Millionen Einwohnern hat eine Fläche mehr als viermal so groß wie Deutschland, weite Landesteile sind von Wüsten dominiert. Forscher warnen seit Jahren vor einer Zunahme von Dürren in der Region, die besonders stark von den Folgen des Klimawandels betroffen ist.


Bildnachweis: © Mohammad Dehdast/dpa
Copyright 2024, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten

Meistgelesene Artikel

Wasser knapp: Münchner dürfen nicht mehr Rasen sprengen
Aus aller Welt

Ein trockenes Frühjahr und heiße Sommerwochen: Die Wasserversorgung in München kommt an ihre Grenzen. Wie die Stadt gegensteuert, und was das für Verbraucher bedeutet.

weiterlesen...
US-Medien: Schreiben behauptet Tod vermisster Nancy Guthrie
Aus aller Welt

Das Verschwinden der Mutter von US-Moderatorin Savannah Guthrie sorgte in den USA Anfang des Jahres für großes Aufsehen. Nun berichten US-Medien über eine mutmaßliche Nachricht der Entführer.

weiterlesen...
45-Jähriger in U-Haft - Trauer nach Tat in Stade
Aus aller Welt

Ein Termin zum Sorgerecht für ein Baby endet tödlich. Sechs Menschen, die vermitteln und helfen wollten, sterben. Am Tag danach kommt der 45-Jährige in U-Haft.

weiterlesen...

Neueste Artikel

Verletzte nach Hagel bei Bad Bunny-Konzert in Mailand
Aus aller Welt

Ein Konzert des puerto-ricanischen Sängers in Italien muss wegen eines schweren Hagelschauers abgebrochen werden. Nach Angaben der Feuerwehr werden mehrere Zuschauer von Hagelkörnern verletzt.

weiterlesen...
Zwei Deutsche stürzen beim Klettern in Österreich ab - tot
Aus aller Welt

In den österreichischen Alpen verunglücken an unterschiedlichen Orten zwei Deutsche bei Klettertouren. Beide verlieren das Gleichgewicht.

weiterlesen...

Weitere Artikel derselben Kategorie

Verletzte nach Hagel bei Bad Bunny-Konzert in Mailand
Aus aller Welt

Ein Konzert des puerto-ricanischen Sängers in Italien muss wegen eines schweren Hagelschauers abgebrochen werden. Nach Angaben der Feuerwehr werden mehrere Zuschauer von Hagelkörnern verletzt.

weiterlesen...
Zwei Deutsche stürzen beim Klettern in Österreich ab - tot
Aus aller Welt

In den österreichischen Alpen verunglücken an unterschiedlichen Orten zwei Deutsche bei Klettertouren. Beide verlieren das Gleichgewicht.

weiterlesen...