Ein Kind ist bei einem Brand in einem Wohn- und Geschäftshaus in Wilhelmshaven in der Nacht auf Montag gestorben. Seine drei Geschwister wurden schwer- bis lebensgefährlich verletzt, wie Polizei und die Stadt mitteilten. Das Feuer war gegen 2.10 Uhr im Vorraum eines leerstehenden Spielzeugladens ausgebrochen, offenbar durch entzündeten Sperrmüll. Warum dieser Feuer fing, war zunächst noch unklar. Dichter Rauch breitete sich in der Nacht auf Montag über das Treppenhaus in die oberen Wohnetagen aus und versperrte einem Teil der Bewohner den Fluchtweg. Acht Menschen konnten sich selbstständig ins Freie retten. Vier weitere Erwachsene wurden von der Feuerwehr über eine Drehleiter aus ihren Wohnungen evakuiert. Sie berichteten, dass sich noch vier Kinder im Haus befinden würden. Die Einsatzkräfte fanden diese im Dachgeschoss bewusstlos vor, eines starb noch auf dem Weg ins Krankenhaus. Die drei anderen wurden am frühen Morgen in Kliniken in Bremen, Düsseldorf und Oldenburg gebracht. Auch die vier geretteten Erwachsene, darunter eine Schwangere, kamen mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung ins Krankenhaus. Die Wohnungen seien unbewohnbar, sodass die Bewohner vorübergehend in Notunterkünften untergebracht werden, heißt es in einer Pressemitteilung der Stadt Wilhelmshaven. In dem Haus sind demnach 19 Menschen gemeldet. 60 Feuerwehrkräfte und rund 20 weitere Einsatzkräfte waren rund zwei Stunden im Einsatz. Den Betroffenen wurde Notfallseelsorge in einem Bus der Stadtwerke angeboten. Die Polizei untersucht nun, warum der Sperrmüll Feuer fing. Ein Sprecher sagte, sobald die Statik des Hauses geklärt und der Brandort freigegeben worden sei, werde mit den Ermittlungen vor Ort begonnen.Feuerwehr findet bewusstlose Kinder
Polizei ermittelt Brandursache
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Kind stirbt nach Brand eines Wohnhauses in Wilhelmshaven
Flucht unmöglich: Dichter Rauch versperrt nachts den Weg. Die Feuerwehr rettet eine Familie aus dem Dachgeschoss - doch für ein Kind kommt die Hilfe zu spät.
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