Wegen der tödlichen Misshandlung eines kleinen Kindes mit heißem Wasser hat am Landgericht Itzehoe ein Prozess gegen einen 31-Jährigen begonnen. Der Angeklagte soll am 3. Juli vergangenen Jahres den zweijährigen Sohn seiner damaligen Lebensgefährtin in deren Wohnung im schleswig-holsteinischen Wedel verbrüht haben. Er habe den Jungen am Abend im Badezimmer mit heißem Wasser aus der Armatur übergossen, hieß es in der Anklage. Mit Ausnahme von Kopf, Hals, Nacken und einem Arm habe er großflächige Verbrühungen erlitten. Das Kind starb 41 Tage später an einem Multiorganversagen infolge der thermischen Einwirkung auf die Haut, wie der Staatsanwalt sagte. Die Anklage gegen den 31-Jährigen lautet auf Mord in Tateinheit mit schwerer Misshandlung Schutzbefohlener. Ursprünglich hatte die Staatsanwaltschaft die Tat als Totschlag gewertet, doch das Gericht ließ eine veränderte Anklageschrift zu. Der Angeklagte sei verdächtig, das Mordmerkmal der Grausamkeit verwirklicht zu haben, erklärte der Vorsitzende Richter Johann Lohmann. Der Angeklagte äußerte sich zunächst nicht. Es werde eine Einlassung zu einem späteren Zeitpunkt geben, kündigte seine Verteidigerin Constanze von der Meden an. Die Strafkammer hat 15 Fortsetzungstermine bis zum 21. Mai angesetzt. Am 26. März sollen erste Zeugen und am 31. März die Mutter des Kindes gehört werden. Sie ist Nebenklägerin in dem Prozess.
Bildnachweis: © Bernhard Sprengel/dpa
Copyright 2025, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten
Kind stirbt nach Verbrühung – Mordprozess gegen 31-Jährigen
Ein Zweijähriger erleidet schwerste Misshandlungen, an denen er nach langer Qual stirbt. Jetzt hat vor dem Landgericht Itzehoe ein Prozess gegen den früheren Lebensgefährten der Mutter begonnen.
Meistgelesene Artikel
- 14. Juli 2026
Wasser knapp: Münchner dürfen nicht mehr Rasen sprengen
Ein trockenes Frühjahr und heiße Sommerwochen: Die Wasserversorgung in München kommt an ihre Grenzen. Wie die Stadt gegensteuert, und was das für Verbraucher bedeutet.
Eine Nacht voller Angst, danach zerstörte Zuhause und Spielplätze: Kinder aus dem Ahrtal erzählen, wie die Flut ihr Leben bis heute prägt.
Das Verschwinden der Mutter von US-Moderatorin Savannah Guthrie sorgte in den USA Anfang des Jahres für großes Aufsehen. Nun berichten US-Medien über eine mutmaßliche Nachricht der Entführer.
Neueste Artikel
- 22. Juli 2026
Gesellenbriefübergabe der Kraftfahrzeugmechatroniker
Im HBZ Brackwede hat die Innung des Kraftfahrzeuggewerbes 16 Kraftfahrzeugmechatronikern ihre Gesellenbriefe...
Drei Menschen sterben und Dutzende werden verletzt, als im vergangenen Sommer ein Regionalzug in Oberschwaben entgleist. Nun gibt es einen offiziellen Untersuchungsbericht. Was steht drin?
Weitere Artikel derselben Kategorie
Drei Menschen sterben und Dutzende werden verletzt, als im vergangenen Sommer ein Regionalzug in Oberschwaben entgleist. Nun gibt es einen offiziellen Untersuchungsbericht. Was steht drin?
- 22. Juli 2026
Waldbrand in Südfrankreich: Hunderte Menschen fliehen
Löschflugzeuge, Hubschrauber und 1.100 Feuerwehrleute kämpfen gegen einen sich rasch ausbreitenden Brand. Dutzende Häuser werden beschädigt, Verletzte gibt es bislang nicht.

