15. August 2023 / Aus aller Welt

Klaus Müller muss vier Stunden in Pannen-ICE warten

Ein ICE in Richtung Frankfurt bleibt auf der Strecke liegen. Rund 200 Fahrgäste müssen mehrere Stunden in den Wagen ausharren. Unter ihnen auch der Chef der Bundesnetzagentur.

Klaus Müller, Chef der Bundesnetzagentur, musste mehrere Stunden in einem liegengebliebenen ICE ausharren.
Veröffentlicht am 15. August 2023 um 11:26 Uhr

Der Chef der Bundesnetzagentur Klaus Müller hat mit rund 200 anderen Fahrgästen mehrere Stunden lang auf freier Strecke in einem liegengebliebenen ICE ausharren müssen. Ein technischer Defekt habe dazu geführt, dass der ICE 1675 Richtung Frankfurt bei Hamburg am Montag nicht weiter fahren konnte, sagte ein Sprecher der Deutschen Bahn am Morgen.

Zunächst sollte das Fahrzeug mithilfe einer Hilfslok weggezogen werden, dies habe jedoch nicht funktioniert. Die rund 200 Fahrgäste mussten demnach etwa vier Stunden ausharren, ehe sie mit Hilfe der Feuerwehr in einen Ersatzzug umsteigen konnten. Viele reagierten genervt, wie ein dpa-Reporter berichtete.

Die Fahrgäste seien während der langen Wartezeit im Zug nicht über den Grund des Stopps informiert worden, sagte Müller vor dem Umsteigen einem dpa-Reporter. Er fühle sich «ein bisschen müde und genauso genervt, wie man nach vier Stunden, glaube ich, wir alle sind». Nach anderen Zugpannen gefragt, erwiderte Müller: «Kein Kommentar. Ich wünsche der Bahn viel Erfolg bei ihren Investitionsplanungen.» Die Bundesnetzagentur prüft unter anderem, unter welchen Bedingungen alle Eisenbahnverkehrsunternehmen das Schienennetz nutzen können.

Auf den weiteren Betrieb hatte die Störung keine Auswirkungen, andere Züge waren nicht betroffen, wie es hieß.


Bildnachweis: © Christian Charisius/dpa/Archiv
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