11. August 2026 / Aus aller Welt

Klima-Aktivisten lassen Luft aus SUV-Reifen auf Sylt

Aktivisten manipulieren auf der Nordsee-Insel Sylt zahlreiche Autoreifen. Die Polizei ermittelt gegen die Mitglieder des sogenannten Widerstandskollektivs, sieht aber keinen Straftatbestand.

Auf Sylt wurde bei mehreren Fahrzeugen die Luft aus den Reifen gelassen. (Symbolbild)
Veröffentlicht am 11. August 2026 um 12:20 Uhr

Auf der Nordsee-Insel Sylt haben Klima-Aktivisten in der Nacht zu Dienstag bei zahlreichen Pkw die Luft aus den Reifen gelassen. Während das sogenannte Widerstandskollektiv in einer Mail für sich beanspruchte, «bei etwa 50 Luxuskarren die Luft aus Reifen gelassen» zu haben, sprach die Polizei bis zum Mittag von etwa 20 Fällen.

«Die Ermittlungen sind aufgenommen worden», sagte eine Polizeisprecherin auf Nachfrage der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Da die Reifen aber nicht zerstört worden seien, «handelt es sich nicht um einen Straftatbestand». Die Ventile der Reifen an den SUV waren durch rote Linsen so manipuliert, dass die Luft langsam entwich.

Nachrichten an den Fahrzeugen hinterlassen

Laut Widerstandskollektiv wurden die betroffenen Fahrzeuge markiert und mit Nachrichten versehen. «Vielleicht macht Sie diese Aktion im ersten Moment wütend. Bitte nehmen Sie sie dennoch nicht persönlich. Es geht nicht um Sie als Person, sondern um die Art von Fahrzeug und den damit verbundenen Autoverkehr», hieß es dort.

Für «viele Luxusurlauber gehört der teure Wagen zum Aufenthalt wie die Austern und das Champagnerglas», so das Widerstandskollektiv weiter: «Für eine kleine Insel wie Sylt ist dieser Kult weder notwendig noch verantwortbar». Die Herstellung, der immense Ressourcenverbrauch und der Betrieb dieser Fahrzeuge würden das Klima und die Umwelt erheblich belasten.


Bildnachweis: © Georg Wendt/dpa
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