27. Februar 2026 / Aus aller Welt

Winter war milder, trockener und sonniger als im Mittel

Wer reichlich Schnee und Glätte in Erinnerung hat, wird sich wundern: Der Winter war zu sonnig und zu mild. Doch je nach Region war das Wetter in den vergangenen Monaten sehr unterschiedlich.

Die Sonne hat deutlich mehr Stunden eingesammelt als im Vergleichszeitraum. (Archivbild)
Veröffentlicht am 27. Februar 2026 um 13:02 Uhr

Im gerade zu Ende gehenden Winter hat es mehr Sonne und weniger Regen gegeben als im Schnitt. Es sei der 15. Winter in Folge gewesen, der wärmer als die Referenzperiode gewesen sei, teilte der Deutsche Wetterdienst mit. Die Temperatur lag laut vorläufigen Angaben im Mittel bei 1,8 Grad - und damit 1,6 Grad zu hoch. 

Der Vergleich bezieht sich auf die langjährigen Winter-Mittel der Referenzperiode 1961 bis 1990. Da lag der Wert bei 0,2 Grad. Am kältesten war es in diesem Winter am 6. Januar in Oberstdorf im Allgäu mit Minus 21,7 Grad. 

«Am trockensten blieb es im Nordosten Deutschlands»

Trotz des Schnees war der Winter laut Wetterdienst trocken. «Der Schnee bleibt halt lange liegen, aber der fällt nur ein Mal», erläuterte Meteorologe Andreas Walter. Nach ersten Auswertungen fielen rund 135 Liter pro Quadratmeter. Zum Vergleich: Das sind nur knapp 75 Prozent des Niederschlags in der Referenzperiode. Der Dezember sei besonders trocken gewesen. «Am trockensten blieb es im Nordosten Deutschlands», schrieb der Wetterdienst. 

Dennoch sei es in Teilen Norddeutschlands der schneereichste Winter seit 2010 und in anderen Teilen seit 2012 gewesen. Auch vor wenigen Wochen noch hatte es in Deutschland teils heftig geschneit. Blitzeis und Glätte hatten etwa zu Unfällen geführt. An der Ostsee hatten sich Eisbrocken zeitweise zu meterhohen Bergen aufgetürmt. 

Zweitsonnigster Dezember seit 1951

In der Bilanz sei es «ein sonniger Winter», schreibt der Deutsche Wetterdienst. Rund 180 Stunden lang schien laut vorläufiger Auswertung die Sonne. Der Wert lag 18 Prozent über dem Soll von 153 Stunden. 2025 habe es den zweitsonnigsten Dezember seit 1951 gegeben. «Der Februar präsentierte sich dagegen trüber und bremste den positiven Trend.»

Je nach Region haben die Menschen allerdings unterschiedliche Winter erlebt. Ein Beispiel: Baden-Württemberg war mit rund 225 Stunden das sonnenscheinreichste Bundesland. In Schleswig-Holstein gab es hingegen nur rund 135 Stunden. Im Saarland und in Nordrhein-Westfalen waren die Temperaturen mit im Schnitt 3,8 Grad deutlich milder als anderswo. In Brandenburg war es im Schnitt am kältesten – mit 0,5 Grad.

Am 1. März ist meteorologischer Frühlingsbeginn. Meteorologen teilen zu statistischen Zwecken das Jahr in vier gleich lange Jahreszeiten von je drei vollen Monaten ein. Im Unterschied dazu basieren die kalendarischen beziehungsweise astronomischen Jahreszeiten auf den tatsächlichen Sonnenständen.


Bildnachweis: © Patrick Pleul/dpa
Copyright 2026, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten

Meistgelesene Artikel

SOS aus Eisbrocken: Deutsche Camper von der Ostsee gerettet
Aus aller Welt

Zwei Deutsche übernachten im Bottnischen Meerbusen auf der zugefrorenen Ostsee. Plötzlich bricht das Eis unter ihrem Zelt weg. Die Rettung kommt erst nach Stunden.

weiterlesen...
TÜV NORD gibt Tipps für entspannte Osterreisen ohne Stress
Aktuell

Reifendruck prüfen und günstigere Tankstellen abseits der Autobahn nutzen

weiterlesen...
 Unbekannte greifen 22-Jährigen an
Polizeimeldung

Gütersloh (ots) - Schloß Holte-Stukenbrock (FK) - Zwei bislang unbekannte Täter haben Dienstagabend (17.03., 23.30...

weiterlesen...

Neueste Artikel

Supertaifun «Sinlaku» trifft US-Außengebiet mit voller Wucht
Aus aller Welt

Orkanböen, neun Meter hohe Wellen und zerstörte Häuser auf den Nördlichen Marianen: Der Supertaifun «Sinlaku» war der bisher schwerste Sturm des Jahres. Noch ist die Lage im US-Außengebiet unklar.

weiterlesen...
Demos & Connor im Shitstorm: Woher kommt die Wut um den Wal?
Aus aller Welt

Emotion schafft Aufmerksamkeit: Kaum ein Beispiel zeigt das besser als das Drama um den Wal vor Poel. Sein Schicksal berührt viele - einige aber lässt es hasserfüllt geifern. Warum geschieht das?

weiterlesen...

Weitere Artikel derselben Kategorie

Supertaifun «Sinlaku» trifft US-Außengebiet mit voller Wucht
Aus aller Welt

Orkanböen, neun Meter hohe Wellen und zerstörte Häuser auf den Nördlichen Marianen: Der Supertaifun «Sinlaku» war der bisher schwerste Sturm des Jahres. Noch ist die Lage im US-Außengebiet unklar.

weiterlesen...
Demos & Connor im Shitstorm: Woher kommt die Wut um den Wal?
Aus aller Welt

Emotion schafft Aufmerksamkeit: Kaum ein Beispiel zeigt das besser als das Drama um den Wal vor Poel. Sein Schicksal berührt viele - einige aber lässt es hasserfüllt geifern. Warum geschieht das?

weiterlesen...