23. August 2021 / Aus aller Welt

Kreiszahl Pi so genau wie nie berechnet

62,8 Billionen Nachkommastellen - das ist das Resultat der bislang genauesten Berechnung der Kreiszahl Pi. Der bisherige Rekord wurde damit deutlich übertroffen.

Ein Schulkind läuft im Gießener Mitmachmuseum «Mathematikum» an der Kreiszahl Pi vorbei.
Veröffentlicht am 23. August 2021 um 10:49 Uhr

Schweizer Forscher haben mit 62,8 Billionen Stellen hinter dem Komma die bislang genaueste Berechnung der Kreiszahl Pi vorgelegt. Damit übertrafen sie den bestehenden Rekord um 12,8 Billionen Stellen, wie die Fachhochschule Graubünden mitteilte.

Der Sinn des Projekts liege nicht in der genauen Kenntnis der Ziffernfolge, sondern im Weg, diese Ziffernfolge berechnen zu können, schreiben die Forscher auf ihrer Internetseite. Zur Berechnung wurde Hardware genutzt, die beispielsweise auch bei der RNA-Analyse, bei Strömungssimulationen und Textanalysen gefragt ist.

Die Zahl Pi, vielen aus der Schule sicherlich noch als 3,14 (gerundet auf drei signifikante Stellen) in Erinnerung, war bereits den alten Griechen keine Unbekannte. Selbst die Babylonier kannten schon akzeptable Näherungswerte. Früher wurde zeitaufwendig von Hand gerechnet, heute übernehmen das Computer. Pi gibt das Verhältnis des Kreisumfangs zum Durchmesser an. In anderen Worten: Der Umfang eines Kreises ist etwa 3,14 Mal so lang wie sein Durchmesser.

Zur Berechnung der 62,8 Billionen Stellen brauchten die Schweizer Forscher 108 Tage. Die zehn letzten bekannten Stellen von Pi lauten den Angaben zufolge nun 7817924264.


Bildnachweis: © Uwe Zucchi/dpa
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