31. Oktober 2022 / Aus aller Welt

Lastwagen auf Raststätte verliert Salzsäure - A1 gesperrt

Aus einem Tanklastzug auf einer Raststätte tritt Salzsäure aus, die hochgefährlich ist. Die A1 ist gesperrt, es kommt zu erheblichen Verkehrsbehinderungen.

Einsatzwagen der Feuerwehr am Rande der Autobahn A1. Auf der Autobahn-Raststätte Ville Ost hatte ein Tanklastzug Salzsäure verloren.
Veröffentlicht am 31. Oktober 2022 um 11:37 Uhr

Auf einer Autobahn-Raststätte an der A1 bei Köln-Hürth verliert ein Tanklastzug Salzsäure. Die Feuerwehr des Rhein-Erft-Kreises rückte am Montagmorgen mit einem großen Aufgebot aus. Etwa 100 Kräfte seien im Einsatz.

«Ein Tanklastzug auf der Raststätte verliert Salzsäure. Es gibt durch das Verdampfen eine erhebliche Geruchsbelästigung. Das ist deshalb gefährlich, weil Salzsäure beim Verdampfen die Geruchsnerven angreift und zerstören kann», sagte ein Feuerwehrsprecher der Deutschen Presse-Agentur. Die Polizei sperrte die A1 in beide Richtungen weiträumig.

Die Feuerwehrleute direkt an der Einsatzstelle seien unter Atemschutz im Einsatz. Zuvor war ein kleines Gehöft in Weiler Brüggen westlich der betroffenen Autobahn-Raststätte Ville Ost vorsichtshalber geräumt worden. Etwas 20 Menschen seien davon betroffen, so der Feuerwehrsprecher.

Auch die Warn-App NINA sollte ausgelöst werden, um die Bevölkerung zu warnen. Die Menschen in der Umgebung sollten Türen und Fenster geschlossen halten und Klima-Anlagen ausschalten. Ein Spezialfahrzeug sei angefordert worden, um die auslaufende und gefährliche Chemikalie aus dem Laster abzupumpen.

Es gibt erhebliche Verkehrsbeeinträchtigungen. «Die Polizei hat umfangreiche Sperrmaßnahmen eingeleitet», sagte ein Sprecher der Polizei. Zwischen dem Autobahndreieck Erftstadt im Süden und dem Autobahnkreuz Köln West im Norden ist die A1 in beiden Fahrtrichtungen voll gesperrt, teilte die Autobahn GmbH mit. Auch alle Anschlussstellen in diesem Bereich waren nicht zu befahren. Der Verkehr werde ab dem Autobahndreieck Erfttal über die eigentlich gesperrte A61 zum Autobahnkreuz Kerpen umgeleitet. Ab der Anschlussstelle Türnich stehe nur ein eingeengter Fahrstreifen zur Verfügung. Die Öffnung der A61 erfolgt nur über die Dauer der Vollsperrung der A1, hieß es. Autofahrer wurden gebeten, das Gebiet möglichst weiträumig zu umfahren.


Bildnachweis: © -/Feuerwehr Hürth/dpa
Copyright 2022, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten

Meistgelesene Artikel

Wasser knapp: Münchner dürfen nicht mehr Rasen sprengen
Aus aller Welt

Ein trockenes Frühjahr und heiße Sommerwochen: Die Wasserversorgung in München kommt an ihre Grenzen. Wie die Stadt gegensteuert, und was das für Verbraucher bedeutet.

weiterlesen...
Jetzt noch eine Ausbildung im Handwerk beginnen? Es ist nicht zu spät!
Kreishandwerkerschaft Gütersloh-Bielefeld

Obwohl der offizielle Start des Ausbildungsjahres am 1. August liegt, ist es keineswegs zu spät, sich auch jetzt oder...

weiterlesen...
Drei Stunden Stau am Schweizer Gotthard-Tunnel
Aus aller Welt

Blechlawinen vor dem Gotthard-Tunnel, Proteste in Amsteg: Wie Urlauber und Anwohner unter dem Mega-Stau leiden – und welche Alternativen es gibt.

weiterlesen...

Neueste Artikel

Alarmierung per Fax - Großübung in ICE-Tunnel mit Problemen
Aus aller Welt

Bei einer Übung in einem Eisenbahntunnel in Thüringen trainieren Einsatzkräfte den Ernstfall. Dabei kommen einige Schwachstellen zutage - wie der Einsatz von Faxgeräten.

weiterlesen...
Erdbeben erschüttert Kolumbien: Mehr als 20 Tote
Aus aller Welt

Ein starkes Erdbeben erschüttert Kolumbien. Das Epizentrum liegt im Westen des Landes - in mehreren Städten werden Schäden an Gebäuden und Verletzte gemeldet. Das ist bisher bekannt.

weiterlesen...

Weitere Artikel derselben Kategorie

Alarmierung per Fax - Großübung in ICE-Tunnel mit Problemen
Aus aller Welt

Bei einer Übung in einem Eisenbahntunnel in Thüringen trainieren Einsatzkräfte den Ernstfall. Dabei kommen einige Schwachstellen zutage - wie der Einsatz von Faxgeräten.

weiterlesen...
Erdbeben erschüttert Kolumbien: Mehr als 20 Tote
Aus aller Welt

Ein starkes Erdbeben erschüttert Kolumbien. Das Epizentrum liegt im Westen des Landes - in mehreren Städten werden Schäden an Gebäuden und Verletzte gemeldet. Das ist bisher bekannt.

weiterlesen...