Nach dem Auslaufen großer Mengen Rohöl aus einem Leck an einer Pipeline im Nordosten Brandenburgs prüfen Feuerwehr, Behörden und die betroffene Raffinerie PCK das Ausmaß der Schäden. Brandenburgs Umweltministerin Hanka Mittelstädt (SPD) geht davon aus, dass zwischen 250.000 und 350.000 Liter ausgelaufen sein könnten, wie sie der Deutschen Presse-Agentur in Potsdam sagte. Laut PCK wurde das Unglück am Mittwochnachmittag durch vorbereitende Arbeiten für einen geplanten Sicherheitstest an der Pipeline verursacht, die von Rostock nach Schwedt führt. Eine absichtliche Fremdeinwirkung könne ausgeschlossen werden. Das Leck wurde erst nach vielen Stunden geschlossen. Die Raffinerie PCK in Schwedt versorgt weite Teile des Nordostens und Berlin mit Sprit, Heizöl und Kerosin. Vera Leu, Amtsdirektorin von Gramzow in der Uckermark, wo die betroffene Pumpstation liegt, sagte der dpa, bei dem Unglück hätten zwei von drei PCK-Mitarbeiter Öl abbekommen. Beide seien zwar rettungsdienstlich versorgt worden, es seien aber keine gesundheitlichen Schäden festgestellt worden. Danach seien sie nach Hause entlassen worden. «Wir haben Gott sei Dank keinen Personenschaden», sagte sie. Weiter teilte sie mit, am Abend hätten fünf Pumpwagen begonnen, das Öl aufzunehmen. «Das wird heute auch noch weiter erfolgen». Am Abend waren rund 100 Kräfte im Einsatz, wie sie sagte. Leu sagte, dass die Zusammenarbeit der verschiedenen Einheiten wie Werkfeuerwehr, der freiwilligen sowie der Berufsfeuerwehr gut funktioniert habe. «Das war vorbildlich, wie die Kameraden da zusammengearbeitet haben.» Ministerin Mittelstädt sagte, nach dem Abpumpen und dem Abtragen von Erdreich sollten Proben entnommen werden. Es gehe um ein Monitoring, ob tatsächlich Grundwasser oder auch der Boden verunreinigt seien. Aktuell sei die Pipeline abgesperrt, sagte die Ministerin. Die Ölreserve der Raffinerie sei jedoch voll. Mittelstädt, die sich mittags ein Bild vor Ort machen will, zog eine positive erste Bilanz: Es sei schnell reagiert worden, alle Kommunikationszweige hätten gut funktioniert. Bei dem Termin in Gramzow ist auch Wirtschafts- und Energieminister Daniel Keller (SPD) dabei. Die Einsatzstelle wurde noch in der Nacht an PCK übergeben, wie Alexander Trenn, Gefahrstoffexperte vom Landesfeuerwehrverband, sagte. «Gestern wurde noch abgepumpt und so viel wie möglich Öl in die ganzen Saugwagen gepumpt», sagte er. Als die Feuerwehren wegfuhren, seien zumindest die Ölpfützen weg gewesen.«Gott sei Dank keinen Personenschaden»
Proben sollen entnommen werden
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Aufräumen nach Öl-Leck - Zwei Mitarbeiter übergossen
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