Die Staatsanwaltschaft prüft nach dem Tod eines bewaffneten Mannes bei einem Polizeieinsatz mit Schussabgabe, ob den beteiligten Polizisten Fehlverhalten vorzuwerfen ist. Man habe ein sogenanntes Todesermittlungsverfahren aufgenommen und prüfe, ob es konkrete Anhaltspunkte für ein strafrechtlich relevantes Fremdverschulden von Polizeibeamten gebe, teilte die Kölner Staatsanwaltschaft am Freitag mit. Die Polizisten würden dabei als Zeugen vernommen. Der 36-jährige Mann aus Euskirchen hatte den Angaben zufolge bei dem Einsatz am Donnerstagabend ein Messer bei sich, das er nicht wie von den Polizisten gefordert weggelegt haben soll. Ein Polizist schoss dem Mann demnach einmal in den Oberkörper. Der Mann soll sich am Boden liegend noch selbst schwer mit dem Messer verletzt haben. Er starb später in einer Klinik - ob an den Messerverletzungen oder an dem Schuss, war zunächst unklar. Eine Obduktion zur Klärung der Todesursache sei angeordnet worden, hieß es von der Staatsanwaltschaft. Der 36-Jährige soll vorher zwei Frauen bedrängt und mit körperlicher Gewalt versucht haben, an ihr Auto zu kommen. Nachdem ihm das misslang, floh er und stieg in ein Taxi, wie die Staatsanwaltschaft mitteilte. Der Taxifahrer habe sich geweigert und sei ausgestiegen. Als der 36-Jährige auf den Fahrersitz gewechselt sei und versucht habe loszufahren, sei er von zwei Polizisten gestellt worden. Laut Staatsanwaltschaft war der Mann vorher nicht mit Gewaltdelikten aufgefallen.
Bildnachweis: © Marijan Murat/dpa
Copyright 2023, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten
Mann nach Schuss tot - Verhalten von Polizisten wird geprüft
Eine Obduktion zur Klärung der Todesursache sei angeordnet worden, hieß es von der Staatsanwaltschaft. Polizisten würden dabei als Zeugen vernommen.
Meistgelesene Artikel
- 14. Juli 2026
Wasser knapp: Münchner dürfen nicht mehr Rasen sprengen
Ein trockenes Frühjahr und heiße Sommerwochen: Die Wasserversorgung in München kommt an ihre Grenzen. Wie die Stadt gegensteuert, und was das für Verbraucher bedeutet.
Eine Nacht voller Angst, danach zerstörte Zuhause und Spielplätze: Kinder aus dem Ahrtal erzählen, wie die Flut ihr Leben bis heute prägt.
Das Verschwinden der Mutter von US-Moderatorin Savannah Guthrie sorgte in den USA Anfang des Jahres für großes Aufsehen. Nun berichten US-Medien über eine mutmaßliche Nachricht der Entführer.
Neueste Artikel
- 21. Juli 2026
Fähre sinkt vor Guyana: 41 Tote und Dutzende Vermisste
Nach dem Unglück kündigt Präsident Ali eine umfassende Untersuchung an. Der Kapitän, der überlebt hat, wurde positiv auf Cannabis getestet.
- 21. Juli 2026
Frankreich verbietet soziale Medien für unter 15-Jährige
Nach langem Ringen beschließt Frankreich ein Social-Media-Verbot für unter 15-Jährige. Auch andere EU-Länder denken über ähnliche Schritte nach.
Weitere Artikel derselben Kategorie
- 21. Juli 2026
Fähre sinkt vor Guyana: 41 Tote und Dutzende Vermisste
Nach dem Unglück kündigt Präsident Ali eine umfassende Untersuchung an. Der Kapitän, der überlebt hat, wurde positiv auf Cannabis getestet.
- 21. Juli 2026
Frankreich verbietet soziale Medien für unter 15-Jährige
Nach langem Ringen beschließt Frankreich ein Social-Media-Verbot für unter 15-Jährige. Auch andere EU-Länder denken über ähnliche Schritte nach.

