12. März 2026 / Aus aller Welt

Immer mehr gestrandete Reisende zurück in Deutschland

Mehr als 1.000 Urlauber wurden mit Sonderflügen des Auswärtigen Amtes nach Deutschland gebracht. Die Rückholung bleibt laut Reisebranche eine «enorme logistische Herausforderung».

Auch Außenminister Wadephul nahm gestrandete Deutsche bei seiner Reise in den Nahen Osten in seinem Flugzeug mit.
Veröffentlicht am 12. März 2026 um 18:33 Uhr

Immer mehr Menschen, die wegen des Iran-Kriegs im Nahen Osten gestrandet waren, konnten inzwischen wieder nach Deutschland und Europa zurückkehren. So seien auch die letzten Kreuzfahrtgäste von Tui Cruises auf dem Weg zurück nach Deutschland, sagte ein Unternehmenssprecher der Deutschen Presse-Agentur. Es handle sich um die verbliebenen 180 Passagiere der «Mein Schiff 5». 

Die Passagiere der «Mein Schiff 4», die ebenfalls in der Region lag, seien bereits vor einigen Tagen nach Deutschland zurückgebracht worden. Beide Schiffe haben zusammen Platz für gut 5.000 Passagiere.

Auch der Reiseveranstalter Dertour hat nach eigenen Angaben den Großteil seiner Gäste aus den betroffenen Regionen inzwischen zurück nach Deutschland gebracht. «Stand heute befinden sich fast alle Gäste wieder zu Hause», teilte das Unternehmen mit. Für die wenigen noch verbliebenen Urlauber sei die Rückreise bereits organisiert.

Mehr als 1.000 Menschen mit Sonderflügen zurückgeholt

Zahlreiche gestrandete Urlauber fanden auch über Sonderflüge des Auswärtigen Amtes ihren Weg zurück nach Deutschland. Wie es aus dem Auswärtigen Amt hieß, konnten bereits mehr als 1.000 Menschen mit fünf Sonderflügen aus dem Oman, den Vereinigten Arabischen Emiraten und Katar zurückkehren. Am Abend wurde zudem ein weiterer Sonderflug aus Riad (Saudi-Arabien) inklusive Buszuführung aus Katar in Berlin erwartet.

Außenminister Johann Wadephul (CDU) hatte am Mittwoch bei seiner Reise von Katar nach Riad auch deutsche Touristen an Bord seiner Bundeswehr-Transportmaschine mitgenommen, um ihnen von dort aus die Heimreise zu ermöglichen. 

Die EU hat bereits mehr als 70 Flüge organisiert und so über 8.000 Menschen aus dem Nahen Osten zurückgeholt, wie die EU-Kommission mitteilte. Insgesamt haben den Angaben nach bislang 23 Mitgliedstaaten die Unterstützung der EU angefordert, Deutschland ist nicht darunter. In den nächsten Tagen gebe es weitere Flüge, so die Kommission. 

Rückholaktionen «enorme logistische Herausforderung»

Flugreisen aus und in den Nahen Osten sind weiterhin kompliziert. So kündigte der Lufthansa-Konzern an, bis zum 28. März weiterhin nicht nach Dubai zu fliegen. Die beiden Flughäfen in dem arabischen Emirat haben den Angaben zufolge ihre Abfertigungskapazitäten erheblich reduziert. 

Auch der Deutschen Reiseverband sprach von einer weiterhin äußerst volatilen Lage in der Region. Insgesamt seien seit Ausbruch des Krieges mehrere Zehntausend Veranstaltergäste in den Golfstaaten gestrandet gewesen. Der Reiseverband sprach angesichts anhaltender Luftraumsperrungen und stark eingeschränkter Flugverbindungen von einer enormen logistischen Herausforderung bei den Rückholaktionen.


Bildnachweis: © Sebastian Christoph Gollnow/dpa
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