23. Juli 2021 / Aus aller Welt

Mehr als 70 Tote nach heftigem Monsunregen in Indien

Der Bundesstaat Maharashtra in Indien kämpft mit Überschwemmungen und Erdrutschen. Und für die nächsten Tage ist weiter starker Regen angekündigt.

Rettungskräfte sind nach dem Einsturz mehrerer Häuser in Mumabi im Einsatz.
Veröffentlicht am 23. Juli 2021 um 18:18 Uhr

Mindestens 72 Menschen sind bei Erdrutschen und anderen Zwischenfällen nach heftigem Monsunregen in Indien getötet worden. Die Toten seien seit gestern Abend gefunden worden, sagte ein Mitarbeiter des Katastrophenschutzes der Deutschen Presse-Agentur heute.

Hunderte Menschen seien aus überfluteten Häusern im Bundesstaat Maharashtra gerettet worden. Der heftige Regen habe Brücken und Gebäude zerstört, Telekommunikationsmasten beschädigt sowie Straßen und Gleise überflutet, wodurch mehrere Züge ausfielen. Nach Informationen des indischen Fernsehsenders NDTV handelte es sich um den heftigsten Regen in 24 Stunden, den der Bundesstaat je in einem Juli in den vergangenen 40 Jahren erlebt hat.

«Das ist eine unerwartete Krise», sagte der Regierungschef des Bundesstaates, Uddhav Thackeray, Reportern. «Dämme und Flüsse laufen über. Wir sind gezwungen, Wasser aus den Dämmen zu lassen und entsprechend Menschen in der Nähe von Flussufern an sichere Orte zu bringen.»

Für die nächsten Tage ist mehr starker Regen vorausgesagt. Die Monsunzeit dauert in Südasien gewöhnlich von Juni bis September. Dabei kommt es häufig zu viel Regen, heftigen Überflutungen und Erdrutschen. Die Schäden sind oft groß, es gibt immer wieder Tote - aber der Regen ist für die Landwirtschaft, von der ein Großteil der Bevölkerung lebt, auch wichtig.


Bildnachweis: © Rajanish Kakade/AP/dpa
Copyright 2021, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten

Meistgelesene Artikel

Wasser knapp: Münchner dürfen nicht mehr Rasen sprengen
Aus aller Welt

Ein trockenes Frühjahr und heiße Sommerwochen: Die Wasserversorgung in München kommt an ihre Grenzen. Wie die Stadt gegensteuert, und was das für Verbraucher bedeutet.

weiterlesen...
Die Kinder der Flut: «Dieses Wasser und die ganzen Schreie»
Aus aller Welt

Eine Nacht voller Angst, danach zerstörte Zuhause und Spielplätze: Kinder aus dem Ahrtal erzählen, wie die Flut ihr Leben bis heute prägt.

weiterlesen...
US-Medien: Schreiben behauptet Tod vermisster Nancy Guthrie
Aus aller Welt

Das Verschwinden der Mutter von US-Moderatorin Savannah Guthrie sorgte in den USA Anfang des Jahres für großes Aufsehen. Nun berichten US-Medien über eine mutmaßliche Nachricht der Entführer.

weiterlesen...

Neueste Artikel

Bericht: Hangrutsch löste Zugunglück von Riedlingen aus
Aus aller Welt

Drei Menschen sterben und Dutzende werden verletzt, als im vergangenen Sommer ein Regionalzug in Baden-Württemberg entgleist. Nun gibt es einen offiziellen Untersuchungsbericht.

weiterlesen...
Polizeigewerkschaft: Bahnhöfe sind Kriminalitäts-Hotspots
Aus aller Welt

Die Gewerkschaft der Polizei sieht die DB Sicherheit primär zuständig, um das Alkoholverbot an Bahnhöfen durchzusetzen. Entscheidend sei die konsequente Umsetzung.

weiterlesen...

Weitere Artikel derselben Kategorie

Bericht: Hangrutsch löste Zugunglück von Riedlingen aus
Aus aller Welt

Drei Menschen sterben und Dutzende werden verletzt, als im vergangenen Sommer ein Regionalzug in Baden-Württemberg entgleist. Nun gibt es einen offiziellen Untersuchungsbericht.

weiterlesen...
Polizeigewerkschaft: Bahnhöfe sind Kriminalitäts-Hotspots
Aus aller Welt

Die Gewerkschaft der Polizei sieht die DB Sicherheit primär zuständig, um das Alkoholverbot an Bahnhöfen durchzusetzen. Entscheidend sei die konsequente Umsetzung.

weiterlesen...