19. Mai 2025 / Aus aller Welt

Mehrere Erdbeben auf Euböa - noch keine Entwarnung

Erdbeben erschüttern die Insel Euböa und sind auch in Athen zu spüren. Seismologen sagen, das Phänomen dauere an. Mit dem großen Beben in Istanbul habe es jedoch nichts zu tun.

Die Erdbeben waren auch in Athen zu spüren. (Archivbild)
Veröffentlicht am 19. Mai 2025 um 09:33 Uhr

Auf der Nordhälfte der zweitgrößten griechischen Insel Euböa haben sich in den vergangenen 24 Stunden mehrere Erdbeben mit Stärken von bis zu 4,7 ereignet, die auch in der rund 130 Kilometer entfernten Hauptstadt Athen deutlich zu spüren waren. Griechische Seismologen verfolgen die Entwicklung und warnen vor weiteren Erdstößen. In der betroffenen Region seien mehr als 50 Häuser beschädigt worden, berichtete die Zeitung «To Proto Thema» unter Berufung auf einen dortigen Bürgermeister.

Im Gespräch mit dem Sender ERTNews sagte der Präsident der griechischen Gesellschaft für Erdbeben und Seismologie, Efthymios Lekkas: «Wir werden in den kommenden Tagen Erdbeben der Stärke 4 bis 5 erleben. Wir sagen das, weil wir bei früheren seismischen Erschütterungen in derselben Gegend ein ähnliches Bild hatten.» Der Seismologe Akis Tselentis von der Universität Athen geht in einem Facebook-Post von einem möglichen Höchstwert der Stärke 5,5 aus und rät vor allem jenen zur Vorsicht, die in sehr alten Häusern wohnen. Ein Mega-Beben schließen die Fachleute jedoch aus; auch habe der Erdbebenherd nichts mit dem Beben der Stärke 6,2 im April in Istanbul zu tun.


Bildnachweis: © Socrates Baltagiannis/dpa
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