Fünf Menschen sind bei einem schweren Reisebusunfall in der Schweiz ums Leben gekommen. Die 40 anderen Personen an Bord wurden verletzt, 3 von ihnen schwer, wie die Kantonspolizei Graubünden mitteilt. Der Reisebus aus den Niederlanden verunglückte am Donnerstagspätnachmittag. Angaben zur Unglücksursache machte die Polizei nicht. «Die Staatsanwaltschaft Graubünden klärt gemeinsam mit der Kantonspolizei die Umstände ab, die zum Unfall (...) geführt haben», hieß es lediglich. Die Polizei erwähnt kein anderes Auto, das in den Unfall involviert gewesen sein könnte. Nach Polizeiangaben gab es keine Hinweise, dass Deutsche an Bord waren. Die Unfallstelle befindet sich in der Nähe von Susch an der Ausfahrt einer etwa 200 Meter langen Baustelle. Wie Reporter der Zeitung «Blick» bei einer Durchfahrt zeigen, wird der Verkehr dort einspurig an den Bauarbeiten vorbeigeführt. Der Gegenverkehr muss an einer Ampel warten. Der Bus kann also nicht mit großer Geschwindigkeit unterwegs gewesen sein. Bei der Ausfahrt aus der Baustelle müssen Fahrer leicht nach links auf die ursprüngliche Fahrbahn ziehen. Genau an der Stelle ist der Bus verunglückt. Neben der Fahrbahn ist die völlig verbogene Leitplanke zu sehen, mit der der Bus nach Polizeiangaben kollidiert war. Er stürzte dann rechts über eine kleine Böschung und blieb auf der Seite liegen. Die Unfallstelle war in einem langen Nachteinsatz geräumt worden. Der verbeulte Bus mit aufgesprungenen Türen wurde von Kränen auf ein Abschleppauto gehievt. Abgesehen von der verbeulten Leitplanke und einer Gepäckklappe, die von dem Bus stammen könnte, zeugten am Morgen nach dem Unfall nur noch Stifte, Zettel oder Bonbons von dem Unfall, die bei der Wucht des Umsturzes aus dem Bus gefallen sein müssen. Das Portal «20 Minuten» sprach nach eigenen Angaben vor Ort mit der Ehefrau des Fahrers. Nach ihren Angaben wurde er nicht schwer verletzt, stehe aber unter Schock. Ihr Mann fahre regelmäßig in der Region und habe die Strecke deshalb gut gekannt, sagte sie nach Angaben des Portals. Die Reisegruppe sei in Österreich gewesen und habe einen Tagesausflug in die Schweiz gemacht. Die Tour führte in die bekannte Tourismusregion Engadin. Der Bus war auf dem Weg nach Susch, nahe am Schweizer Nationalpark und am Fuß des 2.383 Meter hohen Flüelapasses. Der niederländische Reiseveranstalter Oad äußerte sich bestürzt über das Unglück: «Unsere Gedanken sind bei allen Betroffenen und ihren Angehörigen.» Vor Ort war bis spät in die Nacht ein Großaufgebot von Polizei, Rettungsdienst und Feuerwehr im Einsatz, unter anderem mit Hubschraubern. Der Schweizer Präsident Guy Parmelin hatte am Abend eine umfassende und gründliche Aufklärung des Unfalls versprochen. Er sprach den Angehörigen der Opfer auf der Plattform X sein Mitgefühl aus. Das niederländische Königspaar Willem-Alexander und Maxima reagierte bestürzt. «Unser Mitgefühl gilt den Hinterbliebenen, allen, die derzeit in Sorge um das Schicksal ihrer Angehörigen sind, sowie den Verletzten», teilte das Paar auf Instagram mit.Unfall im Baustellenbereich
Ehefrau: Fahrer unter Schock
Lückenlose Aufklärung versprochen
Bildnachweis: © Jason Tschepljakow/dpa
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Busunfall bei Baustelle: Fünf Tote in der Schweiz
Ein Reisebus voller Urlauber verunglückt nahe dem Schweizer Nationalpark. Was die Polizei über den dramatischen Unfall und den Rettungseinsatz berichtet.
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