13. Mai 2026 / Aus aller Welt

Mehrheit sieht heimliches Filmen im Privaten als Problem

Ob in der Sauna oder im Bikini am Strand - viele Menschen fühlen sich laut einer Umfrage unwohl, aus Sorge heimlich gefilmt zu werden. Brillen mit integrierter Kamera machen das aber immer leichter.

Neun von zehn Frauen sehen heimliches Filmen in privaten Situationen als gesellschaftliches Problem. (Symbolbild)
Veröffentlicht am 13. Mai 2026 um 16:46 Uhr

Eine große Mehrheit der Deutschen hält heimliches Filmen in privaten oder intimen Momenten für ein gesellschaftliches Problem. 85 Prozent der Befragten einer repräsentativen Umfrage sehen geheime Filmaufnahmen - etwa in der Sauna oder im Bikini am Strand - als «sehr großes Problem» (47 Prozent) oder als «großes Problem» (38 Prozent). Unter den befragten Frauen lag der Gesamtwert bei 89 Prozent.

Für die Umfrage hatte das Institut Infratest Dimap im Auftrag des «team.recherche» des SWR Ende März insgesamt 1.316 Wahlberechtigte per Telefon und online repräsentativ befragt. Die Untersuchung ist Teil einer SWR-Dokumentation über digitale Gewalt, mit einem besonderen Fokus auf sogenannte Smart Glasses. 

Smart Glasses sind mit einer Kamera und Mikrofon ausgestattete Brillen, die sich optisch kaum von gewöhnlichen Brillen unterscheiden. In sozialen Netzwerken und Online-Foren haben sich laut SWR inzwischen regelrechte Gemeinschaften von Smart Glasses Nutzern gebildet, die sich gegenseitig Tipps geben, wie sich Frauen unbemerkt etwa beim Sex filmen lassen.


Bildnachweis: © picture alliance / dpa
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