Nach einer Rave-Party in einer alten Befestigungsanlage in Köln sind mindestens 18 Personen mit einer Kohlenmonoxid-Vergiftung ins Krankenhaus gekommen. Wie die Feuerwehr mitteilte, hatte eine Teilnehmerin der illegalen Veranstaltung in der Nacht den Notruf gewählt, weil ihre Freundin zusammengebrochen war. Bereits bei Betreten der Location Fort X - Teil der alten Befestigungsanlage - habe das Kohlenmonoxid-Warngerät Alarm ausgelöst, der CO-Wert in der Umgebungsluft sei massiv erhöht gewesen. «Dieser Messwert bedeutet eine drohende Lebensgefahr für jeden, der sich in der entsprechenden Umgebung aufhält», warnte die Kölner Feuerwehr. Rund 50 bis 100 Personen feierten zu dem Zeitpunkt in den Räumlichkeiten. Die Einsatzkräfte veranlassten die sofortige Räumung und alarmierten weitere Verstärkung von Feuerwehr und Rettungsdienst. Alle Feiernden wurden ärztlich untersucht, mehrere klagten über Kopfschmerzen, Unwohlsein und Schwindel. Kohlenmonoxid-Messungen ergaben bei 18 Personen eine «relevante» Kohlenmonoxid-Vergiftung, für einen Betroffenen sei eine Spezialbehandlung in einer Druckkammer erforderlich geworden. Man sei davon ausgegangen, dass einige Feiernde bei Eintreffen von Ordnungsamt und Polizei in das umliegende Gebiet geflüchtet seien und womöglich behandlungsbedürftig sein könnten. Eine Suche mit Fußtrupps und einer Drohne mit Wärmebildkamera startete, die Einsatzkräfte fanden aber keine weiteren betroffenen Personen. Eine unbehandelte Kohlenmonoxid-Vergiftung kann den Angaben zufolge zu dauerhaften Hirn- und Nervenschäden führen und kurzfristig Krampfanfälle oder Bewusstseinsstörungen verursachen. Bei der nächtlichen Aktion waren 60 Einsatzkräfte und 21 Fahrzeuge im Einsatz.
Bildnachweis: © Rolf Vennenbernd/dpa
Copyright 2024, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten
Mindestens 18 Verletzte nach illegaler Rave-Party
Circa 50 bis 100 Menschen feiern in einer alten Befestigungsanlage in Köln eine Rave-Party - bei lebensgefährlich hohen Kohlenmonoxid-Werten.
Meistgelesene Artikel
Obwohl der offizielle Start des Ausbildungsjahres am 1. August liegt, ist es keineswegs zu spät, sich auch jetzt oder...
- 16. Juli 2026
Drei Tote bei Sturz von Harzturm
Drei Menschen sterben nach einem Sturz von einem 65 Meter hohen Aussichtsturm im Harz. Was bislang bekannt ist.
- 18. Juli 2026
Drei Stunden Stau am Schweizer Gotthard-Tunnel
Blechlawinen vor dem Gotthard-Tunnel, Proteste in Amsteg: Wie Urlauber und Anwohner unter dem Mega-Stau leiden – und welche Alternativen es gibt.
Neueste Artikel
- 16. August 2026
Nach Ätna-Ausbruch: Flugbetrieb wieder weitgehend normal
Nach dem Ätna-Ausbruch kehrt am Flughafen Catania wieder Normalität ein. Einige Flüge, etwa nach Deutschland, bleiben aber weiterhin betroffen.
- 16. August 2026
Feuerwehr in Monschau: Fahren Einsatz zurück
Die Lage in Monschau an der belgischen Grenze hat sich laut Feuerwehr entspannt. Man halte zunächst nur noch 20 Kräfte vorsorglich vor Ort.
Weitere Artikel derselben Kategorie
- 16. August 2026
Nach Ätna-Ausbruch: Flugbetrieb wieder weitgehend normal
Nach dem Ätna-Ausbruch kehrt am Flughafen Catania wieder Normalität ein. Einige Flüge, etwa nach Deutschland, bleiben aber weiterhin betroffen.
- 16. August 2026
Feuerwehr in Monschau: Fahren Einsatz zurück
Die Lage in Monschau an der belgischen Grenze hat sich laut Feuerwehr entspannt. Man halte zunächst nur noch 20 Kräfte vorsorglich vor Ort.

