Bei schweren Unwettern sind im Südosten Brasiliens sind mindestens 25 Menschen ums Leben gekommen. Im Bundesstaat Espírito Santo wurden 17 Todesfälle registriert, davon 15 im Ort Mimoso do Sul, wie die Nachrichtenagentur Agência Brasil unter Berufung auf die örtliche Zivilschutzbehörde berichtete. Die übrigen acht Opfer wurden im benachbarten Bundesstaat Rio de Janeiro gemeldet. Dort wurden in dem beliebten Ausflugsort Petrópolis nach der Agência Brasil vier Menschen bei einem Erdrutsch getötet. Schwerer Regen hatte ab der Nacht zum Samstag (Ortszeit) zu Überschwemmungen, Sturzfluten und Erdrutschen geführt. Nach Angaben eines Sprechers des Zivilschutzes wurden in Espírito Santo mehr als 5400 Menschen in Sicherheit gebracht, wie brasilianische Medien berichteten. Mehr als 250 Menschen hätten ihr Zuhause verloren. Am Sonntag erreichten den Angaben zufolge Helfer trotz anhaltenden Regens Gebiete, die zuvor wegen Überschwemmungen und Stromausfällen abgeschnittenen waren. In Petrópolis, rund 70 Kilometer nördlich der Küstenmetropole Rio de Janeiro auf gut 800 Metern Höhe gelegen, waren dem Bericht zufolge mehr als 300 Liter Regen pro Quadratmeter in 24 Stunden gefallen. Die Stadt ist neben ihrer üppigen Vegetation bekannt für den Palast des brasilianischen Kaisers Pedro II. aus dem 19. Jahrhundert und das Haus des Schriftstellers Stefan Zweig, der sich dort 1942 im Exil aus Verzweiflung über die Weltlage das Leben nahm. Auf der Südhalbkugel der Erde ist jetzt Spätsommer, ergiebige Niederschläge sind in den tropischen Breiten um diese Jahreszeit häufig. In Rio hatte sie Bossa-Nova-Legende Antônio Carlos Jobim (1927-1994) einst in dem Lied «Águas de Março» (Wasser des März) besungen.
Bildnachweis: © Bruna Prado/AP/dpa
Copyright 2024, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten
Mindestens 25 Tote bei Unwettern in Brasilien
Der März ist in Brasilien ein Regenmonat. Im Hinterland von Rio de Janeiro hinterließen Überschwemmungen Tod und Verwüstung.
Meistgelesene Artikel
- 14. Juli 2026
Wasser knapp: Münchner dürfen nicht mehr Rasen sprengen
Ein trockenes Frühjahr und heiße Sommerwochen: Die Wasserversorgung in München kommt an ihre Grenzen. Wie die Stadt gegensteuert, und was das für Verbraucher bedeutet.
Obwohl der offizielle Start des Ausbildungsjahres am 1. August liegt, ist es keineswegs zu spät, sich auch jetzt oder...
Eine Nacht voller Angst, danach zerstörte Zuhause und Spielplätze: Kinder aus dem Ahrtal erzählen, wie die Flut ihr Leben bis heute prägt.
Neueste Artikel
- 8. August 2026
Waldbrand am Gardasee: Mehr als 200 Menschen evakuiert
Am Westufer von Italiens größtem See, wo derzeit auch viele Deutsche Urlaub machen, bricht ein großes Feuer aus. Betroffen sind auch Touristen. Jetzt dürfen alle Evakuierten wieder zurück.
- 8. August 2026
Street Parade: Zürich wird zur riesigen Tanzfläche
Es ist die größte Techno-Party der Welt: Zürich wird zum Schauplatz für ein riesiges ausgelassenes Fest. Doch nach dem Anschlag in Berlin wacht die Polizei mit erhöhter Aufmerksamkeit über die Party.
Weitere Artikel derselben Kategorie
- 8. August 2026
Waldbrand am Gardasee: Mehr als 200 Menschen evakuiert
Am Westufer von Italiens größtem See, wo derzeit auch viele Deutsche Urlaub machen, bricht ein großes Feuer aus. Betroffen sind auch Touristen. Jetzt dürfen alle Evakuierten wieder zurück.
- 8. August 2026
Street Parade: Zürich wird zur riesigen Tanzfläche
Es ist die größte Techno-Party der Welt: Zürich wird zum Schauplatz für ein riesiges ausgelassenes Fest. Doch nach dem Anschlag in Berlin wacht die Polizei mit erhöhter Aufmerksamkeit über die Party.

