Eine Zwölfjährige ist im Nürnberger Land beim Versuch, auf einen fahrenden Zug aufzuspringen, gestorben. Wie die Polizei anhand von Videokameras und Zeugenaussagen ermittelte, war das Mädchen mit Freunden am S-Bahnhof in Feucht. Mit einigen ihrer Freunde sei es auf den abfahrenden Zug aufgesprungen. Dabei sei die Zwölfjährige gestürzt und unter die Bahn geraten. Ihre minderjährigen Freunde seien abgesprungen und hätten anschließend den Notruf gewählt, sagte ein Polizeisprecher. Demnach waren sie alle im Alter um die zwölf Jahre. Mit schwersten Verletzungen am Kopf und an den Beinen wurde das Mädchen in ein Krankenhaus gebracht. Einen Tag später sei es seinen Verletzungen erlegen. Die Kriminalpolizei habe vor Ort Spuren gesichert. Zudem seien Videokameras ausgewertet und Zeugen befragt worden. Die Zugstrecke war dafür zeitweise gesperrt. Es kommt immer wieder zu Einsätzen wegen des Phänomens S-Bahn-Surfen, wie eine Sprecherin der Bundespolizei in München erklärte. Genaue Zahlen gibt es demnach keine. Die Dunkelziffer sei zudem groß: Nicht jeder S-Bahn-Surfer werde erfasst, da zahlreiche Vorfälle unentdeckt bleiben. Die Fälle im Münchner Bereich seien in der vergangenen Zeit nicht tödlich ausgegangen, hieß es. Letztendlich sei das jedoch immer Glück. «Die Leute spielen mit ihrem Leben, da muss man sagen: Jedes Mal ist gefährlich.» Oft seien es junge Menschen, teilweise auch Minderjährige, die auf die Bahnen aufspringen. Erwachsene wurden in den letzten Monaten nicht erfasst, das bedeute aber nicht, dass es die nicht gebe. Gemeinsam mit der Deutschen Bahn (DB) ist die Bundespolizei mit Präventionsbeamten im Einsatz. An Schulen klären die Beamten über die allgemeinen Gefahren auf, etwa beim Überqueren der Gleise, durch das Klettern auf Waggons und durch das S-Bahn-Surfen. Anlassbezogen klärt die Polizei und die DB auch auf den sozialen Medien auf. In einem der Videos heißt es beispielsweise: «Das Klettern auf Zügen und das Surfen sowieso ist lebensgefährlich. Ihr habt doch nur dieses eine Leben, das ist es doch nicht wert.» Und: «Falls ihr Freunde habt, die euch auf so eine Idee bringen: Das sind nicht eure Freunde.»S-Bahn-Surfer sind oft junge Menschen
«Das sind nicht eure Freunde»
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Mit Freunden auf Zug gesprungen – Zwölfjährige stirbt
Eine gefährliche Mutprobe endet an einem mittelfränkischen Bahnhof tragisch. Eine Zwölfjährige stirbt einen Tag später im Krankenhaus. Gibt es Kampagnen zur Prävention gegen S-Bahn-Surfen?
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