24. November 2021 / Aus aller Welt

Mutmaßlich gefälschte Impfpässe sichergestellt

Der Handel mit gefälschten Impfpässen scheint zu florieren. Ermittler in Niedersachsen und Hessen haben jetzt zahlreiche Wohnungen durchsucht.

Impfpässe werden zunehmend gefälscht und zum Verkauf angeboten.
Veröffentlicht am 24. November 2021 um 14:16 Uhr

Zahlreiche Beweismittel im Zusammenhang mit mutmaßlich gefälschten Impfpässen haben Ermittler in Niedersachsen und Hessen beschlagnahmt.

Demnach wurden am Morgen insgesamt 24 Wohn- und Gewerbeobjekte durchsucht - rund 300 Polizeikräfte waren im Einsatz, wie die Staatsanwaltschaft Hildesheim am Mittwoch mitteilte.

Beschlagnahmt wurden unter anderem zahlreiche mutmaßlich bestellte und gefälschte Impfpässe, Stempel und Datenträger. Die Durchsuchungen wurden den Angaben zufolge überwiegend in Niedersachsen durchgeführt, darunter im Raum Hildesheim, Göttingen sowie Hannover. In Hessen wurde laut einer Sprecherin ein Objekt in der Nähe von Gießen durchsucht.

Die Ermittler fanden ebenfalls Waffen, Drogen sowie hochwertige Markenuhren. Die Auswertung der beschlagnahmten Gegenstände sowie die weiteren Ermittlungen dauern laut Staatsanwaltschaft weiter an. Die Ermittlungen richten sich gegen fünf Hauptbeschuldigte aus dem Raum Hildesheim in Niedersachsen im Alter zwischen 21 und 29 Jahren, die falsche Impfpässe hergestellt und verkauft haben sollen. Der Verkauf der Fälschungen soll vornehmlich über soziale Medien erfolgt sein.

«Der Handel mit gefälschten Impfausweisen floriert. Das ist nicht nur schäbig und kriminell, sondern auch richtig gefährlich», sagte Niedersachsens Justizministerin Barbara Havliza (CDU) laut Mitteilung. Impfungen seien der beste Schutz gegen das Coronavirus. «Wer seinen Impfschutz nur vorgaukelt, gefährdet die Gesundheit seiner Mitmenschen. Daraus auch noch ein Geschäft zu machen, ist wirklich das Allerletzte.»


Bildnachweis: © Friso Gentsch/dpa/Illustration
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