Die Eltern der in Pakistan tödlich verunglückten Laura Dahlmeier haben Frieden damit geschlossen, dass der Leichnam ihrer Tochter in den Bergen fernab der Heimat geblieben ist und nicht geborgen werden konnte. «Ich glaube, das ist der schönste Friedhof, den es für die Laura gibt. Verschmolzen mit dem Herzen der Berge. Das war sie und das ist sie», sagt Mutter Susi Dahlmeier der Deutschen Presse-Agentur. «Wenn sie geborgen oder gefunden worden wäre, dann hätte ich das auch akzeptiert. Aber für mich ist es auch ganz fein, dass sie da dort ihre Ruhestätte einfach hat», sagte Susi Dahlmeier weiter. Ähnlich hatte sich früher schon auch Lauras Vater Andreas Dahlmeier geäußert. Für sie sei wichtig, dass es einen Erinnerungsort in der Heimatgemeinde Garmisch-Partenkirchen gebe, die gerade den Kurpark Patenkirchen in Laura-Dahlmeier-Park umbenannt hat. «Ich empfinde es als große Ehre, dass die Marktgemeinde Garmisch-Partenkirchen den Park jetzt praktisch der Laura widmet. Das ist eine unheimlich schöne Geste», sagt sie. «Es gibt ja keinen Friedhof, wo man hingehen kann. Sie hat einfach so viele Menschen bewegt und begeistert. Wir haben gemerkt, dass es ganz wichtig ist für die Menschen, dass es einen Ort gibt, wo sie Abschied nehmen können, wo sie vielleicht noch mal sich erinnern an die besonderen Erlebnisse, die sie mit ihr hatten.» Die zweimalige Biathlon-Olympiasiegerin und siebenmalige Weltmeisterin war im Juli vergangenen Jahres im Alter von 31 Jahren am Laila Peak im pakistanischen Karakorum-Gebirge ums Leben gekommen. Wahrscheinlich war die ausgebildete Bergführerin sofort tot, nachdem sie auf 5.700 Metern Höhe von einem Steinschlag am Kopf getroffen wurde. Schon kurz nach dem Unglück richtete die Marktgemeinde Garmisch-Partenkirchen zusammen mit der Familie in dem Park einen Erinnerungsort ein: Ein Foto und eine an einem Felsen angebrachte Tafel. Den Felsen hat ihre Mutter Susi Dahlmeier ausgesucht, er ist aus dem Ferchenbach unweit der Partnachklamm. Trotz einer aufwendigen Hilfsaktion sowie einer zweiten Suche, an der unter anderem der bayerische Extremkletterer Thomas Huber beteiligt war, konnte Dahlmeiers Leiche nicht geborgen werden. Sie wurde mutmaßlich unter herabgefallenen Steinen begraben. «Laura ist abgestürzt und ist von vielen Steinen verschüttet worden», sagte Andreas Dahlmeier, der selbst Einsatzleiter bei der Bergwacht Garmisch-Partenkirchen ist. Es sei alles abgesucht worden am Berg. «Laura kann man nicht bergen, sonst hätten wir sie nach Hause geholt.»Laura-Dahlmeier-Park als Ort für Erinnerung
Von Steinen verschüttet
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Mutter Dahlmeier: Schönster Friedhof für Laura in den Bergen
Der tödliche Bergunfall von Laura Dahlmeier ist auch ein gutes halbes Jahr später unvergessen. Nun trägt ein Park ihren Namen. Ihre Mutter berichtet, wie sie mit dem Erinnern umgeht.
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