25. August 2023 / Aus aller Welt

Nabu: Gummibänder im Biomüll als tödliche Gefahr für Störche

Von Gummibändern kann eine tödliche Gefahr ausgehen - wenigstens für Störche. Sie halten sie für Regenwürmer und fressen sie. Wie kann das sein?

Bei einem Jungstorch aus Bad Dürrenberg wurde nach Angaben des Naturschutzbundes Nabu die tödliche Menge von rund 600 Gramm Gummibändern im Magen gefunden.
Veröffentlicht am 25. August 2023 um 16:44 Uhr

300 Gummibänder hatte ein junger Storch in Sachsen-Anhalt in seinem Magen. Er starb - und ist kein Einzelfall. Zum Schutz der Störche hat der Naturschutzbund (Nabu) dazu aufgerufen, beim Entsorgen von Gummibändern achtsamer zu sein - und diese auf keinen Fall zum Beispiel mit Schnittblumenresten in den Biomüll zu geben.

Die Tiere halten die Gummis für Regenwürmer und nehmen sie als vermeintliche Nahrung auf, wie die Tierschützer am Freitag mitteilten. Demnach sterben die Störche häufig an den Folgen.

Zwei Jungstörche aus Bad Dürrenberg in Sachsen-Anhalt etwa sind gestorben, nachdem sie über Wochen von ihren Eltern mit Gummibändern gefüttert worden waren. Eines der Tiere hatte 300 Gummibänder mit einem Gewicht von 600 Gramm im Magen. Ein drittes Tier aus dem Nest ist verschwunden.

Der Nabu versucht herauszufinden, wo die Gummibänder herkommen, und hat bereits erste Erkenntnisse: Im Stadtgebiet von Bad Dürrenberg wurden sie in Biotonnen gefunden. Es sei sehr wahrscheinlich, dass die Gummis aus den Biotonnen über Kompostieranlagen in die Natur gelangen, hieß es.

Nicht nur Privathaushalte, sondern auch Supermärkte, Wochenmärkte, Gemüsehändler, Blumenläden und Landwirte kämen als Verursacher infrage. Bei der Entsorgung mit Gummis gebündelter Ware, wie Schnittblumen oder Radieschen, oder bei deren Bündelung gelangen die Gummis über den Biomüll auf Ackerflächen, wie es hieß.


Bildnachweis: © Karsten Peterlein/NABU Leipzig
Copyright 2023, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten

Meistgelesene Artikel

Goldener Kamm in Gütersloh
Kreishandwerkerschaft Gütersloh-Bielefeld

Am 11. Oktober treten die besten Nachwuchsfriseure aus Nordwestdeutschland in der Stadthalle Gütersloh gegeneinander...

weiterlesen...
Kampf gegen Feuer in Belgien - Weiter Bangen auch in NRW
Aus aller Welt

Das Feuer aus Belgien rückt zwar nicht weiter Richtung Monschau in der Eifel vor. Von Normalität ist man aber sehr weit weg, das Bangen bleibt. Rufe und Forderungen aus und an die Politik werden laut.

weiterlesen...
Brand im Hohen Venn: Evakuierung bei Monschau angeordnet
Aus aller Welt

Wegen des Waldbrandes im Hohen Venn müssen Anwohner in Deutschland ihre Häuser verlassen. Eine Notunterkunft ist eingerichtet.

weiterlesen...

Neueste Artikel

Alphaville-Sänger kritisiert «Beschneidung» und warnt
Aus aller Welt

Nach dem Hin und Her um einen Alphaville-Auftritt auf dem Glücksgefühle-Festival findet Sänger Marian Gold klare Worte: Er warnt vor rechtsradikalen Tendenzen und kritisiert die Veranstalter scharf.

weiterlesen...
Forscher: Wasserdefizit in Deutschland verschlimmert sich
Aus aller Welt

In Deutschland nehmen die Wasserreserven immer weiter ab. Nun machen Forscher deutlich, dass nicht fehlender Regen, sondern die steigenden Temperaturen dafür maßgeblich sind.

weiterlesen...

Weitere Artikel derselben Kategorie

Alphaville-Sänger kritisiert «Beschneidung» und warnt
Aus aller Welt

Nach dem Hin und Her um einen Alphaville-Auftritt auf dem Glücksgefühle-Festival findet Sänger Marian Gold klare Worte: Er warnt vor rechtsradikalen Tendenzen und kritisiert die Veranstalter scharf.

weiterlesen...
Forscher: Wasserdefizit in Deutschland verschlimmert sich
Aus aller Welt

In Deutschland nehmen die Wasserreserven immer weiter ab. Nun machen Forscher deutlich, dass nicht fehlender Regen, sondern die steigenden Temperaturen dafür maßgeblich sind.

weiterlesen...